Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210425
Der 
Styl 
talicnischen 
Renaissance. 
Die Renaissance hat diese Grundform in den verschiedensten 
Dimensionen und in der einfachsten und reichsten Durchhil- 
dung verwerthet. 
Unter den vielen Beispielen seien nur genannt: Nlit einem Pilaster 
Zwischen den läögen der llof von S. Damast) im Vnticnn, vun llramanle, 
und desselben KlUSiCTlHJf vun S. lYlnria della Pace in Rum. Der 
letztere unten mit läögeu, uhen mit Säulen zwischen Pfeilern unter ge- 
radem Gehälke. Die Vorhalle von S. Maria della Navieclla Voll 
Rafael, dann die meisten Kireheninlerieurs mit Tllmnen und Kuppeln, 
von S. b'1':111ccsco al muntc in Flurenz bis zu S. Peter. Doch treten 
hier bei den grösseren Bauten gekuplielte Pilaster zur (llietlerung des 
breiten vPfeilers ein. Diese, den RÖIDCTII ClJCII su wenig fremde An- 
ordnung ist vielleicht durch Alherti zuerst in S. Andrea in Mantua 
verwerthet, und in den grossen Bauten der Hochrenaissance durehiveg 
zur Nuthwentligkeit geworden. 
Dieselbe P'0r1neiie0n1bination mit einfachen llallisiiulen, an der Vor- 
halle von S. Marco, im Hofe des Pzilazzo di Venezia und in Michel- 
angelos mächtigem llofe des Palastes Fnrnese in Rom u. s. w. 
Mit gekupiwclten Säulen in Pallrulios Kirche del Redentore 
in Venedig. 
Innerhalb der früheren Combination entwickelt sich im 
I6. Jahrhunderte eine reichere Gliederung dadurch, dass das 
Kiimpfergesims als niedercs Gebiilk gebildet und zu beiden Seiten 
clesPfeilers von freistehenden Säulen getragen wird, der NVechsel 
grösserer und kleinerer Säulen mit ihren Gebiilken, geradliniger 
und mit Bögen überdeckter Oeffnungen gewährt dieser Form einen 
besonders lebendigen Ausdruck (siehe Fig. 27). 
Schon vor 1500 in S. Maurizio in Mailand und auf farbige 
Decoration berechnet. 
Besonders prächtig und auf volle plastische Auszicr berechnet im 
ersten Slucluvcrlic der Bllrliaxtllcl; von 9. Marco in Venedig. ln zwei 
Etagen übereinander, und mehr in die Breite gezogen, ordnet Pnllndio 
dasselbe Motiv an dem Pnlnzzo della Ragiunc (sog. Rnsilica) in 
Mailand 
auf 
farh 
Vicenza. an. 
iliiulig wird das Motiv in ganz schlichter Durchhilmhmg nur seines 
schönen grussen Iinemncnts hnlhcr, vcrwcrthut, so im Hufe (lcs Palastes 
Linutte von Bald. Peruzzi, in der Villa di Papa Giuliu vnn 
Vignoia u. A. 
Ebenfalls dem I6. Jahrhunderte, und besonders den Bauten 
Genuas, ist die Ersetzung des stützenden Pfeilers durch gekuppelte 
Säulen, mit einem Gcbällcstückc darüber, eigenthümlich. 
Die Gennesischen Paläste, (iurchaus der Hochrennissance an- 
gehörig, zeichnen sich durch ihre mit Arkaden umgebenen Höfe und 
prächtigen Stiegenanlagen aus, und sind in (lies-elf Theilen auf reiche
        

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