Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210310
Der 
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
Bogengallerien, den Strehepfeilenr im Ausdrucke untergeordnet, Lheilen 
die iVandlificheim zwischen den Pfeilern in grössere Felder, welche mit 
Fenstern oder fcnsterartigeil Nischen und dem 'l'110rbau besetzt sind. 
Der unter der ersten Bogengallerie liegende Theil der Fagade ist 
reich mit plastischer Decurntion in weissem Nlarnlor versehen, der obere, 
nur der Breite dreier Schiffe entsprechende, Aufbau mit verschiedenfarbigem 
Marmor in grösseren und kleineren Feldertheiluilgen besetzt. 
Die Geszunmtgliederilng, wie auch die (lecorative Auszier machen 
diese Fagade zu einem der bedeutendsten Objecte der Renaissance- 
architektur in Italien. 
S. Zaccaria in Venedig von Uartiilu Lombardo oder Antonio 
di Marco. I5. Iahrhunderl. Die, senkrecht (lurchlaufendeil Pfeiler ent- 
sprechen der Dreitheilung des Innern, aber die, auch in den Verhältnissen 
nicht glückliche Uebereiimnderlagerung der horizontalen Nischen und 
Bogenreihen mit Pilaslern, lässt die WVirkuilg der Pfeiler und damit die klare 
Anordnung wieder verloren gehen. 
 Schon durch Alber- Fig- 44- 
tis S. Francesco in Rimini  
beeinflusst, geht von Rom   
die Theilung der Fa-  
gaden in Etagen mit    
Pilastern und Gebälken  . l - l 
aus. Bei mehrschifligeil am) ä  f:  
Kirchen maskirte man  
die niedriger liegenden  
Seitenschiffdlächer durch    im 
grosse plumpe Voluten   
oder man führte die Fa-    
gade freistehend der gan-  ääfi_q   
zen Breite nach über die     
Dacher hinau s. l 4 
Alle hierher gehöri- 5 w ü zu  
gen Kirchenfagaden be- B. Pintelli. Römische Fagadeiieknp 
kunden im Gegensatze zu  
den früher genannten die grösste Nüchternheit. Die meist sehr 
weit von einander gestellten Pilaster mit ihren Gebälken gliedern 
die Fagade nicht mehr, als dies durch wenige senkrechte und 
horizontale Linien, bei geringem Reliefe möglich war. Der Aus- 
druck der vollen Rathlosigkeit tritt uns hier entgegen und es 
war erst der zweiten Hälfte des I6. Jahrhunderts vorbehalten, 
an diese Fagadeil anknüpfend, unter Anwendung kräftigerer Aus- 
ÖYLICkSWClSCII einen einflussreichen Typus zu schaffen (Fig. 
        

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