Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210168
Sly] 
italienischen 
Renaissance. 
ganze Innenraunl ist nach der 
schwebenden Kuppel gekehrt, 
Licht in denselben einströmt. 
in der 
durch 
Mitte hoch aLLfgcrichtelen 
welche auch das meiste 
In seiner letzten, durch Bramante erwirkten, Vollendung ist 
der Centralbau das höchsterreichte Resultat auf dem Gebiete 
der Raumbildung. Die volle Harmonie der Grundform zum Auf- 
bau, die Abgeschlossenheit der Conception nach allen Seiten, 
welche keinen weiteren Zubau duldet, die Bewältigung aller vom 
Gewölbebau gebotenen technischen Schwierigkeiten im Sinne der 
günstigsten Raumausnütztlng, endlich die volle Uebereinstimmung 
des Innenraumes mit dem Äusseren des Gebäudes, zeichnen den- 
selben vor allen bis daher erreichten Raumbildungen aus. 
Der ein- oder mehrschiffige Langbau zeigt im Grundrisse 
die Form des lateinischen Kreuzes. Die Richtung nach dem 
Hauptaltar wird durch das räumliche Uebergewicht des Lang- 
schiffes bezeichnet, die in der Vierung errichtete Kuppel gcfvinnt 
hier weder im Inneren noch Aeusseren jene, nach allen Seiten, 
symmetrisch dominirende Stelle wie im Centralbau. Langbauten 
und Centralbauten gehen nebeneinander in der italienischen 
Renaissance und bis in den Barokstyl, je nachdem der Bausinn 
oder das kirchliche Bedürfniss der einen oder anderen Raum- 
bildung den Vorzug einräumte. Nicht selten werden die Letzteren 
durch Verlängerung des einen Kreuzesarmes wieder zu Lang- 
bauten umgestaltet. 
Die einfachsten Centralbauten (Fig. 29) sind runde oder 
achteckige Kuppelbauten, bei welchen das Gewölbe (wie beim 
Pantheon) auf vollem oder nur von Nischen und Fenstern durch- 
brochenem Mauerwerk unmittelbar aufruht. 
Rund b aulen: Tempietto bei S. Pietro in Montorio in Rom 
von Bramrumte 1502. Dorisclmer Peripteros mit Nischen im rleusseren und 
inneren des Raumes. Innenhöhe zllla des Durchmessers.  
Capella Pellegrini in S. BCTIIPLTdlDO zu Verunim von Ällßhcle 
Sannnicheli. Der Kuppelrauln bei Ausnützung verschiedener Mnuerstärlaen 
lllllcl] mit Nischen, darüber mit einer ringsmn laufenden offenen Galerie 
versehen. Zwei Ordnungen. Raumhöhe 14f5 Durchmesser. 
Capelle S. Giovanni im Dom von Siena. 
Achteckige Bauten: Sacristei bei S. Spirito in Florenz 
vun Lironaca, 1493. Zwei Ordnungen Pilasterstellungen die untere mit 
Nischen, die obere mit Fenstern. Die Kuppel durch Rippen entsprechend 
der Grundform des Baus in acht Felder gegliedert, in welche halbkreis- 
förmige Lunetten entsprechend den acht Seiten des Linterlvaus einschneiden. 
Raumhöhe: 13h Durchmesser.
        

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