Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209954
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
Bei der Cancelleria und dem Palaste Girnud ist die Rustica 
sehr miissig gebildet, um die Wirkung des architektonischen Gerüstes 
(Gebäike von je zwei Pilasteril zwischen den Fenstern getragen) nicht zu 
beeinträchtigen. Die Erdgeschosse bleiben ohne Pilasterstellungen und 
als Unterbauten nur auf die Wirkung der Rustica beschränkt. 
Einfachste Ausbildung der Fagade in diesem Sinne am Hause des 
päpstlichen Schreibers Turin us. 
In der weiteren Entwicklung des 
architektonische Gerüste noch mehr in 
übertönt die Wand, die jetzt 
als füllende Fläche zwischen denn 
Faqadexlbaxles tritt 
den Vordergrund 
das 
und 
Fiä 
Ersteren formal eine unterge- 
ordnete Ausbildung erFzihrt. Die 
Verwerthung von Halb- und Drei- 
viertelsäulen mit den naturgemäss 
weiter ausladenden Gebälken, die 
in Folge dessen auch plastischere 
BildungderFensternmrahmungen, 
ändert das Gesammtverhältniss der 
Fagaden (Fig. 10.) 
Rafael Sanzio stellt bei 
seinen Palästen Vidoni in Rom 
und Uguccioni in Florenz je 
zwei Halhsäulen als Träger der 
Gchiilke zwischen die Fenster 
und bringt hiermit den kräfti- 
geren zäusdruck einer Schein- 
structur für die Palastarchitektur 
in Uebung. welche Neuerung 
die Hochrenaissance auch ausser 
Ruin willig aufnahm. Es be- 
zeichnet (lieser Fagadentypus in 
seinen Mitteln und in der Ab- 
sichtlichkeit der Wirkung den 
Gegensatz zur florentinischen 
Rusticafagade. In Venedig; Pal. 
Grimani a San Luca, in Ve- 
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Rafael. Römischer Palast. 
ronn: 1'211. Pompei, Pal. Bevilucqxxa, alle drei von Michele Sammicheli. 
In Bologna: Pal. Malvezzi-Medici von Bart. Triachini, Pal. Fautuzzi 
von Formigine. In Vicenza die Paläste Chiereguti, Tiene, und Val- 
merana von Andrea Palludiu, u. A. 
Neben diesen Fagaden, welche durchweg bei verschiedener 
Combination ein geschlossenes architektonisches Gerüste reprä- 
sentiren. gestattet ein anderer für die Hochrenaissance besonders 
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