Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209821
Styl 
italien 
inche! 
Renaissance. 
selben die heiterste Zierlust und Freude am unerschöpflichen 
Reichthum des Ornamentes aus. 
Mit dem sechzehnten Jahrhundert gewinnt das rein Archi- 
tektonische das Uebergewicht über die Decoration, die Hoch- 
renaissance geht den grossen Linien des architektonischen Gerüstes 
der Antike, dem Siiulen-, Gebäilk- und Gewölbebau nach und legt 
das Schwergewicht auf die Bildung des Raumes. In der zweiten 
Hälfte des Jahrhunderts tritt eine Vernüchterung in der Behand- 
lung ein, welche dem Streben nach directer Nachbildung der 
Antike zufällt. Dem Einflusse der sogenannten Theoretiker 
(Vignola, Palladio u. A.) ist es zuzuschreiben, dass der Styl um 
diese Zeit sein verschiedenfältiges individuelles Gepräge immer 
mehr verliert und in Rom und Norditalien eine gleichmässig 
nüchtern strenge Durchbildung erfährt. Die Zierlust der Früh- 
renaissance schwindet jetzt völlig. 
Die Wiege des Styles stand in Toscana. Florenz und Siena 
sind die wichtigsten Städte für die Frührenaissance. ihnen schliessen 
sich die norditalienischen Städte, darunter besonders Venedig, an. 
Die Hochrenaissance hinterliess ihre wichtigsten XVerke in Rom. 
Die architektonischen Formen der Renaissance lassen sich 
nicht auf wenige Typen zurückführen. Den vielfältigen Anfor- 
derungen eines nach jeder Richtung durchgeistigten Zeitalters 
musste die Architektur den vollen Ausdruck verleihen. Wohnhäuser, 
Paläste, öffentliche Gebäude jeder Art, Kirchen, Capellen, Klöster 
wurden errichtet ohne dass dem profanen oder gottesdienstlichen 
Zwecke eine wesentlich verschiedene Ausprägung des Styles 
entsprochen hätte. Die Entwicklung des griechischen und gothi- 
sehen Styles war von der Entwicklung des Tempel- und Kirchen- 
baues bestimmt, die italienische Renaissance mit ihrem reichen 
Apparate structiver und decorativer Formen wusste sich allen 
Bedürfnissen der Zeit anzupassen und bot jene Beweglichkeit in 
der Verwerthung der Formen, welche dem Kirchen- und Palastbati 
gleichmässig gerecht wurde. 
Die folgende Liste giebt die Namen und wo es möglich war die 
Lebensdauer der hervorragendsten Architekten der italienischen Re- 
naissance vom Beginne derselben bis zum hlintritte des Barokstyles. 
Filippo Brunellesco, 1377-1446. 
Michelozzo Michelozzi, I396_I479. 
Benedetto da Majano, 1444-1498. 
Simone Cronaca, 
        

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