Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2211165
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Styl 
französischul 
Renaissance. 
viel berechnetere, als diess z. B. in der Frühzeit der deutschen 
Renaissance der Fall war. Schon aus der Disposition der Grund- 
risse war zu entnehmen, dass die Schönheit des Raumes von 
Seite des Architekten grosse Beachtung fand und dass man sich 
nicht auf Zufälligkeiten in der Hauptform und in der Vertheilung 
von Thiiren, Fenstern, Kaminen u. s. w. einliess. 
Die Decken sind als gewölbte, den mittelalterlichen Kreuz- 
gewölben mit plastischen Rippen nachgebildet, werden aber 
zuweilen in reichster Weise mit Renaissance-Ornamenten in den 
Kappen und tief herunterhäilgenden Schlusssteinen besetzt. 
Balkendecke. 
Zu den reichsten 
Vcstibülen und Kirchen 
der Kirche zu Tilliäres, 
Beispielen, welche besonders in Stiegenhäusenx, 
zur Ausführung kommen, gehören die Gewölbe 
des Schlosses Saint-Germain en Laye u. A. 
Die Flachdecken der Wohnräume sind in der Friihrenais- 
sance Balken- oder Cassettendecken mit reicher Gliederung und 
ornamentaler Auszier, aber immer sehr massiger plastischer Ent- 
faltung. Vergoldung und Bemalung spielen hierbei eine bedeutungs- 
volle Rolle. Entsprechend der Decke wird auch die Wand mit 
einem zart und reich ornamentirten Lambris versehen, über dem 
die übrige Wandfläche mit Teppichen oder Malerei bedeckt ist. 
In das Ganze fügt sich dann der Kamin wohl berechnet ein.
        

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