Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210932
Styl 
französischen 
Renaissance. 
jetzt noch, und die ganze Frührenaissance hindurch, an der Form 
der Anlage, welche "wenigstens dem Scheine des Festen, dem 
Scheine eines Herrscher- oder Fürstensitzes entsprach, fest'(Fig. 72). 
Aber man bildete immer mehr im Sinne des neuen Styles die 
alte Anlage aus, man benutzte ihre reiche Gruppirung, ihre oft 
wie durch Zufall entstandenen und aneinandergefügten Theile, zu 
grosser reizvoller Wirkung, zu neuem Leben. Die Form des franzö- 
sischeifSchlosses ist demnach auch jetzt eine sehr vielfältige. Man 
war bei .der Gesammtdisposition vor Allem an das gegebene 
'lierrain mehr oder weniger gebunden, die Bautrakte fügten sich 
Schlossanlage. 
Frührenaissance. 
nicht immer nach rechten Winkeln aneinander und umschlossen 
selten einen ganz regelmässig geformten Hof. Die Ecken des 
Schlosses waren mit Thiirmen besetzt, oft wurde auch der Donjon 
(der von der Schlossanlage isolirte I-Iauptthurm) selbst in die 
Anlage Amit hereingezogen. Aber die Thürme behielten nur 
äusserlich ihre formale Bedeutung und waren ein willkommenes 
Motiv zur Gliederung der Massen. Das Innere derselben wurde 
der Form des Aeusseren häufig wenig entsprechend in den ver- 
schiedenen Etagen als Wohnräume gegliedert. Die Bautrakte 
waren meist einreihig in der Tiefe angelegt, demnach schmal, aber
        

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