Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210879
Styl 
ienischexx 
Renaissance. 
Die hängende Zier wird auch zur Aus- 
füllung aufrechtstehender Felder verwerthet, 
hier erscheinen, an Bändern und Schnüren 
befestigt, in entsprechender Vertheilung: 
Waffen, Geräthe, Schmuck- Gegenstände, 
Musikinstrumente u. s. w. (Fig. 69 u. 70). 
Die Klarheit der nicht peinlich con- 
structiven Anordnung des Ganzen und die 
entsprechende Bildung des Aufhängepunktes, 
die Vertheilung im Raum unter Rücksicht- 
nahme auf die Silhouette des Gehänges, die 
entsprechend abgestuften Höhen der Model- 
lirung, spielen hier, wie bei jedem anderen 
Ornamente eine bedeutungsvolle Rolle. 
 IeIicrher sind auch zu rechnen Zweige 
oder zusammcngebundene Aeste mit Blättern 
und Blüthen, die sich durch klare Bildung 
der freien Form auszeichnen. 
Schild und Wappen erfahren eine 
nicht streng hcraldische, sondern durchaus 
decorative Verwerthung, sie sind viel mehr 
mit dem Ornamente verflochten, als in irgend 
einem Style. Die Formen der Schilde zeigen 
unzählige Variationen, doch dürften für die 
Frtihrenaissance die Herz- und Rossstirn- 
schilde die häufigste Verwendung gefunden 
haben, während der Schild als Cartouche 
dem I6. Jahrhundert angehört. Der Schild 
ist aufgehangen an Hattcrndem Bandschmuck 
oder von Figuren gehalten, auch lose im 
Ornament verknüpft angebracht, mehr oder 
weniger einer über die blosse Zier hinaus- 
gehenden Bedeutung entsprechend. Mit der 
decorativen Verwerthung von Schild und 
Wappen steht auch die Zahl derselben an 
einem Objecte nur im Dienste des Schönen 
und ist keine beschränkte. 
Die Wappenbilder werden in die Orna- 
mentirung mehr oder weniger frei verflochten, 
ohne in aufdringlicher Weise zu dominiren.
        

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