Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210859
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
109 
oder altarähnliche Untersätze, über welchen sich das Ornament 
candelaberartig entwickelt, das aus vegetabilen und Geräthformen 
gemischt oder ganz aus Geräthen, Waffen, Masken, Trophäen, 
Füllhörnern u. s. w. gebildet ist. Als Anfangspunkte des Pflanzen- 
ornaments sind ausserdem Thiertatzen mit Akanthuskelchen, 
Vordertheile von Thieren oder chimärenhaften Bestien, welche 
in Akanthuskelche übergehen, Masken mit Akanthusbärteil, 
menschliche Gestalten mit Akanthusleib u. s. W. verwerthet. 
Bei keinem Style führte die unmittelbare Verbindung der 
Pflanzen- und Thierform im Ornamente zu so reichen Combina- 
tionen, wie hier. Die Umwandlung des thierischen und mensch- 
Fig. 68. 
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und 
Bandschmxlck. 
Hatternder 
lichen Körpers in ein halb animalisches, halb pflanzliches Gebilde, 
führte zuweilen zu höchst phantastischen Formen, als Anfang 
und Ende der Ranke werden Extremitäten, Köpfe und Körper 
gebildet, sie verwachsen förmlich untereinander zu Gebilden von 
idealem Organismus, die ihre Lebensfahigkeit nur im Wesen des 
Ornaments finden können. 
Zu einer für den Styl besonders charakteristischen Classe 
von Ornamenten führte die Nachbildung der hängenden Zier. 
Der gelegentliche, vergängliche Festschmuck muss zur Ausbildung 
dieses Genres wesentlich beigetragen haben, und wenn der 
Feston wohl schon der Antike bekannt war, erfuhr derselbe
        

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