Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210716
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
Nebenlmlle 
'nes1 
Rom, 
Palaste 
in Genua von Pierin del Vaga. 
Rafaels Deelaengewölbe der grossen Ilalle in der Farnesina mit 
den  aus der Sage der Psyche. Die durch Laub und Frucht- 
strfinge getrennten, grossen Felder nur mit Figuren auf blauem (ilrunde 
besetzt. l)ie reichste Auszier mit liguralen Compositionen, aber noch immer 
unter voller Würdigung der Deckenform, zeigt Michelangelos Decoration 
des Spiegelgewölbes der Sixtinischcn Capelle im Vatican. 
Das Kuppelgewöllae ist in kleineren Räumen Selten ver- 
werthet und wird dann als fiicherartiges Gewölbe, als Htingekuppel 
oder als Rache Kuppel in Anwendung gebracht. Die Decoration 
der Flache ist in verschie-denfaltiger Weise concipirt, zuweilen 
wird durch Malerei die Nachbildung einer Laube über einem 
Stabgertiste mit eingestreuten "fhieren und Putten ausgeführt. 
Nonnenkloster S. Paolo in Parma. Erster Stock der lmggien im 
Vuticnn von (liovanni da Udine. 
 lliingekulupeln in den Vorhallen der Llmiltä zu Pistoja, M. delle 
Carceri in l'rat0, M. di S. läiagio in Nlontepulciano. Flache Kuppel 
mit (Srottesken bedeckt im mittleren llallenranm der Villa Madam a. 
Flaehkillvlwel mit glasirten, schlüsselförmigeii Casselten in der Vor- 
halle der Pazzicapelle. 
Kuppelcapellen in S. Nazarir) e Celso in Verona, bei S.Mari:1 
del lüwpolo in Rom u. A. 
Achteckiges Kuppelgexvölhe mit Perlmutterincrustation in der 
Tribuna der Uffizien in Florenz, von Poccetti. 
Die grösste Bedeutung erlangt die Kuppel im Kirchenbau. 
Dort erhebt sie sich, wie oben gezeigt wurde, entweder über 
einem geschlossenen Rund-, Vierecks- oder Achtecksbau oder 
tiber der Vierung des Kreuzes, und dominirt nach Innen und 
Aussen. Die Kuppel zeigt im Durchschnitte die Form des Halb- 
kreises oder der Parabel, setzt in den meisten Fällen auf einen 
'l'ambour auf, und ist oben, zur Aufnahme der lichteinführeilden 
Laterne, durchbrochen. Tambour, Kuppel, Laterne werden durch 
horizontale Gesimse getrennt, für die senkrechte Gliederung treten 
gekuplaelte Pilaster zwischen den Fenstern des Tambours ein, sie 
setzen sich wo die Kuppel nicht vollständig cassettirt wird, als Rippen- 
werk in die Kuppel fort bis zum Zusammenschlusse unter der Laterne. 
Cassettirte Kuppeln in der Cap. Pellegrini bei S. Bernardino 
in Verona, Mediceercapelle bei S. Lorenzo in Florenz, in der Ma- 
donna di Carignano in Genua. 
Rippenwerk in den meisten anderen Kuppeln von den frühesten 
Bauten, wie Saeristei von S. Spirito in Florenz bis zu S. Peter in Rom. 
Durch Malerei reich gegliederte Kuppel in  Sisto in Piacenza. 
Oft hleihen die Kuppeln ganz ohne Deeoration, so in lrlrunellescos 
Basiliken, in S. Salvatore in Venedig, in den Kirchen Palladios, u. A.
        

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