Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210703
Der 
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
Decken in den Vorhallen der Pazzicaruellc, der Sncristeien 
von S. Spirito in Florenz und der [Tlnillir zu Pistuja. Besonders nunm- 
nrcntnl die Tßnnengewölhe in S. Peter und in dem Vestilwiile des Pcd. 
Farnese in Rum, im Mittelschiffe von S. Sisto in "Piucenza. Reich 
decc 
und 
irte (Sewölhc in 
hlnzzo Ducale 
kg 
g: 
der Sala 
in Mantua. 
Vnticnn, 
Ellaste 
Hölzerne Tbnnen mit reicher Fclderthcilung in der Madonna dei 
Mirncnli und Hihlintliek S. Marco in Xicnctlig. 
Unter den schräg gestellten 'l'unnei1 zur Ueherdcclcung der Stiegen- 
arme haben die der Strnln (lVrru im Dugenpnlaste von I. Snnsovino, 
und der Treppe im 1'111. (irilnnni n S. Maria Pbrmosa, beide in 
Venedig, eine reiche Stuekdccoratiun erhalten. 
Das reine Spiegclgewölbe bot der Decoration geeignete 
Flächen dar, und war einer reichen ungezwungenen Auszier günstig. 
Besonders konnte die mittlere Fläche bedeutungsvolle, bildliche 
Darstellungen erhalten, die ansteigende Hohlkehle mit Ornamenten 
als untergeordneter Theil decorirt werden. Die Form des Gewölbes 
hat dasselbe hauptsächlich zur Ueberdeclcung kleiner Räume ge- 
eignet gemacht, so (lass es in Kirchen "keine Verwerthung findet. 
Die reichsten Variationen für die Auszier des Spiegelgewölhes 
zeigen die Decken der RafaelÜ-zchen Loggien im zweiten SlUCkÖ des 
Hofes von S. Damaso im Vatican. 
Decken in Villa Lante, im Caslell S. Angeln, in der Villa Pia 
und Villa di Papa Giulio in Rom, im Pal. V8CCl1l0 in Florenz (App. 
Leo  im hinteren Clartenhaxisc des Pal. (liustiniani in Padua, in 
der Villa roiuhda von Palladio hei Viccnza. 
Besondere Vorliebe hatte die Renaissance für das Spiegel- 
gewölbc mit einschneidenden Kappen. Dasselbe gab nicht 
blos dem Raume einen vollen, auf diesen allein berechneten 
Abschluss (im Gegcnsatze zur Tonne, welche nicht nach allen 
Seiten den Raum gleichmässig überdeckte), sondern es gewährte 
auch die günstigste Art der Anbringung von Oeffnungen in der 
Wand, und endlich die reichste Abstufung verschicdenwcrthiger 
Flächen zur Decoration. Der Styl hat auch hier scincn vollen 
decorativen Apparat zur Anwendung gebracht und bei jeder 
neuen Aufgabe in anderer Weise durch die Abstufung der 
tiguralen und ornamcntalen Zier nach Inhalt und Darstellung das 
Höchste angestrebt. 
Sacristeien in S. Marco in Venedig und S. Maria in (jrganu 
in Verona. Mantegnrüs Decke im Pal. Ducale in Mantua, (larulallfs 
Decken im Pal. Scrofa und im Seminar in Ferrara, Decken der Vor- 
halle der Certusa bei Pavia, der Lihreria in Siena, in der Cancelleria 
von Perngino, im Appartamentu Borgia von (linv. da Udine und Pierino 
del Yaga, in der Villa Puniatuxrsky, in den Palästen Muntnlto und
        

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