Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen der Renaissance
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2209545
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2210688
Styl 
italienischen 
Renaissance. 
aber jeder Bezug 
des Gewölbes. 
dcr 
Dccorution 
ZU I'll 
NVcsen 
der 
Construction 
Die 
Gcwölbüiichc 
wurde 
abcl 
durch 
die 
Dccoratioxl 
mehr 
oder weniger besonders betont. Die ornzunentale und ügurale 
Zier hielt an derselben fest. Das Bestreben, die Fläche der 
Decke durch die Auszier anders zu gestalten, als sie ihrem NVesen 
nach sich darbot, das heisst, die aufgemalten Figuren wie frei- 
schwebend oder aufrecht gebildet darzustellen, die Structur durch 
rafünirte architektonische Perspectiven für den Beschauer voll- 
kommen verschwinden zu lassen oder endlich die Decke als solche 
überhaupt 
ganz 
Z Ll 
vcrläugnen, 
ist 
erst Suche 
d c r 
Barockkunst. 
Das Kreuzgewölbe wird in Kirchen und PILliiCllbäLltCH 
verwerthct, aber nicht in der von der Gothik gegebenen Structiv- 
form. Die piilätiöCilßll Rippen und stark gewölbten Kappen werden 
immer mehr vermieden, um bei der Auszicr möglichst Frei ver- 
fahren zu können. 
Die Decoration folgt vorerst, da es sich auch um Schmückung 
wirklich wothischer Gewölbe handelt, dem dort (Ycbriiuchlichen 
b h 
Systeme unter Vcrwerthung der neuen Ißkxtztilform (Fig. 61). 
und 
Die Rippen 
nach beiden 
werden als Stäbe oder Laubbündel gebildet, 
Suiten mit cinrahmcndcn  vcr- 
sehen, dic Gewölbfiächeil mit Sternen auf blauem Grunde oder 
mit einem Teppichrnuster besetzt. Zuweilen werden dann in 
die grossen Dreieckfliichen Medaillons mit Figuren oder Halb- 
figuren eingesetzt, die übrigbleibenden Felder mit freiem, lose 
aneinander gefügteln, Zierrath versehen. 
Die Gcwölhcdccuratiuncn der Ccrlusa bei Pavia, in dem A pparta- 
nento Burgia (Valicnn), in Rlaznteglmas (Tapella dur Eremitalli inPadua, 
m Nlillclschiffe des Domes zu Pzxrma vun Girulamo Wazzola. 
Das echte Kreuzgewölbe verschwindet immer mehr, haupt- 
sächlich dort, wo es sich um reichere decorative Auszier handelt. 
Die Grate werden vollkommen abgerundet. Mit diesem Gewölbe 
fast ganz gleich in der Auszier wird das quadrirte Kuppelgewölbe 
behandelt. Die Fläche wird in der peruginischen Schule durch 
gemaltes Rippenwerk zwanglos in Felder getheilt, welche dann 
mehr oder weniger bedeutungsvolle Decoration erhalten. 
Churgewölbe in S. M. del Pupolo von Pinturicchiu, Stanza 
.l' Incendiu und Stanza della Segnatura in Rom, Schlusscalvelle 
Bälcaro bei Siena von Peruzzi, Erolicnpellc im Dom zu Spulctu, 
Spagna. 
del 
V01] 
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