Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Theorie der gemischten Farben
Person:
Grailich, Joseph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-807816
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-808575
59) A course of lectures on natural philosophy and the mechanical arts; by Thomas 
Young. London 1807. lt is certain tlmt the perfect sensations of yellow and lilne 
are produceul respectively hy mixture of red and green, and of green and violet 
light, and tllere is reason t0 suspect that ÜIOSG sensations are always compounded 
of the separate sensations comhined: al; least this supposition simplilies the theory 
nf colonrs: it may therefore be adopted with advunlage, until it lie found inclin- 
sistent with any of tlie phenomena; and we may consider white light as composed 
of a mixture of red, green and violet, only, in thc proportion of about two parts 
red, four green and one violet with respect to the quantity or intensity of the 
sensations produced. From 3 simple sensations, with their combinations we ohtain 
seven primitrive distinctions (If0010llP, but tho differcnt proportions, in which they 
may he combined alford a variety of tints beyond all calculation. The three simple 
sensations being red, green, and violet; the three binary combinations are yellow, 
consisting- of red and green; crimson of red and violet, and blue of green and 
violet; and the seventh in order is white Iight composed of all the three united. llut 
the blue thns prodnceil, hy colnbining the whole of the green and violet. rays, is 
not the Mue of the spectrnm, for four parts of the green and one of violet make 
a lvlue dilfering rery litlle from green; and it is for this reason, that rcd and blue 
usunlly make a purple, diriving its hue from the predominance of the violet. 
59) Zuerst in den Etlilli). trans. 12, pag. 123: On a new nnalysis of solar Iigth in- 
dicating three priluary colours forming coincident spectra of equal light. Die 
folgexlule kurzgefasste Ilarstellung der ganzen Theorie ist ans den Optics by 
Brewster, London 1831, pag. 71-75 entlchnt. ,,Das Licht liisst eine doppelte 
Zerlegnng zn: die eine mittelst Brechung, die anrlere durch Absorption. Lässt 
man das durch Breebung erhaltene Sonnenspectrunx durch ein Smalteglas gehen, 
so tritt folgende Erscheinung ein: ein dunklei- Schatten bedeckt die Mitte des 
lloth, das ganze Orange und einen grossen Theil des Griin, einen bedeutenden 
'l'heil vom Blau, ein wenig Indigo uml sehr wenig des Violet. Dagegen hat das 
Gelb, von dem nur wenig nhsorlriri. wird, an llreite zugenommen: es nimmt jetzt 
einen Theil des früher vom Orange und vom Grün bedeckten Baumes ein. Hier- 
ans folgt, dass das lulane Glas das rothe Lichl; absorhirt hat, welches mit dem 
Gelb gemischt Orange gebildet batte, und ebensu das blaue Licht, welches gemischt 
mit Gelb, den grünen Theil des Spectrnms ausgemacht hatto. Wir haben also 
durch Absorption grünes Licht zerlegt in gelbes und lilaues , und urnngenes Liclit 
in gelhes und rothes; und hierauns ergibt sich folgerichtig, dass die orangenen und 
griinen Strahlen des Spcctrulns, obschon unzerlegbar durch [irismatische Brechung, 
(lurch Absorption zerlogt werden künnen und thatsächlich aus zwei verschiedenen 
Farben glcicher Refrangibilität bestehen. Es ist daher ein Unterschied 
in der Farbe noch kein Beweis verschiedener lirecllbarkeit, und 
der bezügliche Satz Newtons kann nicht t'iirdei' auf den Rang eines allg-w: 
meinen Gesetzcs Ansprnch machen." Ans einer Reihe von Versuchen zieht nnn 
Brewster iblgende Sätze: 
1. Roth, gelb und blau existirt in jedeln Punkte des Sonnenspeetrulns. 
2. S0 wie eine gewisse Menge, rothen gelben und blauen Lichtes das weisse 
Licht ausmacht, ehenso knnn die Farbe jedes Punktes im Spectrnixi betrachtet 
werden als besteheml aus der vorherrsclnendexx Farbe dieses Punktes gemischl mit 
weissem Liehte. lm rothen llaume ist mehr Itoth vorhanden als zur Bildung des 
Weiss nütliig ist, iln gelhen mehr (ielb u. s. f. und am Ende des blauen xmehr 
lloth als Gelb, daher bildet der Überschuss des lloth mit lllan violctt. 
Il. Dnrch Absorption des Überschusses an irgend einer Stelle des Speetrulns 
erhiilt man wcisses Lächt, und dies hat die merkwiirdige Eigenschaft, auf keine
        

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