Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Theorie der gemischten Farben
Person:
Grailich, Joseph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-807816
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-808076
(gleichsam das Gewicht, mit welchem jedes (ÜOSOF Pigmente in die 
Mischung eintritt) derselben; sie verhält sich wie l]; : Vu : 1A, so 
dass um z. B. die Farbe b'_q2r4 darzustellen, 1x3 Gran Bcrlinerlylan, 
2x 12 Grau Gummigutt, 2x4 Grau Karmin genommen wurden. Die 
Zahlen 3, 12, 2 sind Farben-Äquivalentzahlen der betreffenden Pig- 
mente. Lambert führte in eben der Weise auch eine Pyramide aus, 
deren Spitze r" bogozSchwarz war; doch fehlt die Zeiclnnung (leu. 
selben in dem angefülnrteu Werke. Etwas Ähnliches hat Range f") 
ausgeführt, der eine Kuge] in der Weise mit Pigmenten bemalte, dass 
der Äquator die Far-ben des Spectrums (eigentlich in Abständen von 
60" die 3 Haupt- und die 3 Mittelfarhen) enthält, welche gegen den 
einen Pol in Weiss, gegen den anderenl in Schwarz übergehen, so 
dass auf einen Meridiau immer alle Abstufungen eines Farbentoxxes 
und seines Complementes, auf einen Parallelkreis die versehiedenen 
Farbentäne bei gleichbleibender Farbenlebhaftigkeit zu liegen 
kommen. 
Weniger glücklich als der Gedanke Mayers ist H ay's 50) Ver- 
such, eine Ühersieht der Mischfarben darzustellen; doch hat die- 
ser eine Nomenclatur vorgeschlagen, die nicht übergangen werden 
darf. Er theilt die farbigen Abstufungen in Farben (colours) und 
T än e (huas), und zwar entstehen aus der Mischung der Primär- 
farben Bath, Gelb, Blau, die secund  ren Orange, Grün, Parpur; 
aus der Mischung der Secundürfarben die primären Tüne citrine, 
olive, russet; aus der Mischung dieser die s e cundären Täne 
grüner Ton, purpurner Ton, orangener Ton. For h es f") der mit 
Recht die Darstellung der H a'y'schen1 Farben wegen ihrer geringen 
[Tbersichtlichkeit tadelt, so anerkennend cr sich auch über die 
Mischung seiner Farben ausspricht, schlägt eine andere Nomenclafur 
vor, die nieht allein alle Farbentäne sondern auch alle Abstufun- 
gen derselben von ihrer lebhaftesten Nuance bis ins Grau umfassen 
soll; die Farbentüne sind in eine verticale Reihe gestellt, und zwx- 
schen die 6 Haupttüne je 3 Übergänge gestellt, z. B.: Bath, Orange- 
lichroth, Rothorange, Rüthlichorange; Ora nge, Gelblich-Orange 
u.  die Abstufungen zwisehen dem lebhaftesten Ton und Grau sind 
durch 4 Zwischenglieder in einer horizontalen Reihe dargestellt, wie 
Gräulichroth, Grauroth, Rothgrau, Iiäthliclxgrau, Grau. Den mittleren 
Tünen, wo Grau und Farbe sieh gleichsam das Gleichgewicht halten, 
hat Forbes Namen gegeben, die sich zum Theil nicht übersetzen
        

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