Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Theorie der gemischten Farben
Person:
Grailich, Joseph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-807816
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-808045
Beitrng 
ie der gemischtnn 
Fnrben. 
13 
[jltlfltllt par reflavionmn in eoncava superficie et refractionem in 
emzuema 37). Selhstständig gelangte An tonius de Do minis B8) 
(1-1624), einer der klarsten Küple seines Jahrllnnderts, ein Mann 
in dessen Arbeiten überall der inductive Geist sieh regt, der mit 
däm Auftreten Galilefs gewaltig zu wehen beginnt, znr experi- 
mentellen Auslegmluug des Phänolnens, indem er genan die Stellen 
aufsuehte, die Sonne und Auge gegen eine Glaskugel einnehmen 
müssen, um die Far-ben des Haupt- und Neben-Regenbogens wahr- 
zunehmen; die Farbe selbst liess er ans der Vermischung des Sonneu- 
liehtes in der Weise entstehen. dass eine geringe Menge von Dunkel 
mit hellem Lichte gennengt Roth, etwas mehr Dunkelheit Grün gibt, 
und bei überwiegendcr Dunkelheil: bluu erscheilnt, (eine Erklärung, 
die Horatius Fabri im folgcnden Jaln-hnndert ins Handgreifliehe ver- 
diehtet, indem er Roth gleicln setzt zwei Dosen Licht und einer Dosis 
Dunkelheit; Grün 21 D. Lieht-f- 1D. Dunkel; Blau z 1D. Lieht 4- 
2 D. Dunkelheit). Diesen Versueh fasst Descartes 39) (1596- 
1650) schärfer ins Ange und leitet daraus nieht nur die Theorie des 
Regerxbogenns. wie sie noch heute besteht, ab, sondern beweist auch 
wciter, dass bei der Bildung der Farben weder die gekrülmnte Gestalt 
des Tropfens noeh die Reflexion an der Hinterwand desselben wesent- 
lieh sei, indem Glasprismen vor hinlänglieh sehmale 
Üffnnngen gestellt ganz dasselbe Bild liefern; Grimaldifw) 
(1613-1663) mancht ebenso auf die Nothwezxdigkeit aufmerkszxm, 
dass bei dem Versnche mit dem Prisma die Spalte schmal sei, und 
beschreibt bereits die langgestreckte Figur des Spectrums, 
(las versehwindet, sobald man anstatt des Prismzfs eine Glasplatte mit 
parallelen Wänden nimmt. Es ist kein Wunder, duss bei diesem Zu- 
stande des Experinnentes Zweifel gegen die Richtigkeit der herge- 
brachten Erklärung der Farben sieh erhoben, und die Ansicht, dass die 
Breehung dus Hauptmoment bei der Farbenbildung sei, ündet sieh sehon 
{Äfor Ne wto n in einigen optischen Arbeiten U) ausgesproclxen. Doeh 
waren es eben nur Ansiehten; Newtonw) hat den nüthigenden, 
alles erleuchtenden Beweis geführt und die Entdeekung durch die 
W'eise wie er selbstständig sie machte, weiter verfolgte und ansbeu- 
tete zu seinem unbestrittenen Eigenthnm gemacht, das ihm selbst 
seine entschiedensten Gagner nicht anzutasten wagen; Goethe, der 
aHes beibringt, was New ton's Grüsse in der Optik verringern kann, 
hegnügt sich eifrig die ganze vor-new tonische Literatur zn
        

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