Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Theorie der gemischten Farben
Person:
Grailich, Joseph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-807816
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-808004
Beitrag zur 
Theorie de: 
80m 
non 
ben. 
Baum mangclt, werde ich diesen Gegenstand in einem eigenxen Werke 
behandeln, denn dies ist nicht allein nützlich. sondern selbst sehr 
notlnvendig. Die erwähnte Arheit wird ihre Stelle zwischen 'l'heorie 
und Praxis erhalten. 
 Obschon die Philosophen Weiss und Schwarz aus der Beihe der 
Farben ausschliesscn , wollen wir doch der Malerei wegen folgende 
Ordnung festhalten: 1. Weiss; 2. Gelb; 3. Grün; 4. Blau; 
5. Both; 6. Schwar z. Hier entspricht Weiss dem Lichte, Gelb 
der Erde, Grün dem Wusser, Blau der Lufl, Rolh dem Feuer und 
Schwarz der Fiusterniss, die noch über dom Elcmelnte des Feuers 
ist. Um die Mischung dieser Farben zu betrachten, 
bediene man sich farbiger Gläser, durch die man auf 
gefärbte Gegenstände schaue U). 
Blau und Grün sind an sich nicht einfach, indem Blau aus Licht 
und Dunkel (wie das Blau der Luft, das aus dem vollkomlnenstcn 
Schwarz und dem hellstcn Weiss besteht) zusanmlnengesetzt ist; das 
Grün aber besteht aus etwas Zusanunengesetztem, nälnlich Blau, und 
Gtwas Einfachcm, nämlich Gclb 12). 
Er macht die Bemerkung, dass die Intensität der Beleuchfung 
von der Entfernung uhd der Dichte desMittels U) abhängt, durch wel- 
ches die Lichtstrahlen gehen müssen, um ans Auge zu gelangeru. 
Dabei wird die Intensifät dieselbe bleiben, wenn bei hanlbcx- Entfcr- 
nung die Dichte ums Doppelte zunimmt, oder umgekehrt, und für 
gleiche Lichtslärke wird nur die Erhaltung des Productcs aus jencn 
Elelnenten gefordert H). Es ist aber die Luft u m su viel 
mehr oder weniger dicht, je näher oder ferncr sie 
der Erdoberfläehe ist 15). Hieruus folgert er nun für (lie 
Mischung der Farhen: 
In grosse Distanzen vcrliert sic]: alle Farbe  
Das Blau der Luft kbmmt von den dickcn Kürpern der erleuch- 
feten Luft her, die sich ZWiSCIIGII der oberen Finstcrniss und (Ier 
Erde belinden. Die Lui! an sich bat weder Gerucln, Geschmuck noch 
Farhe, sie ist abcr sehr gcschickt, die Bilden- der Kürper, die sich 
hinter ihr beünden, in sivh aufzunclnncn. Sic wird dcsshalb um so 
viel schüner blau sein, wenn hinter ihr eine grosse Finsterniss, (lie 
nicht viel Baum einnimnlf, und sie nicht mit gur zu vielen und diehten 
Dünsten erfüllt ist. Man beobachtet an Bergen . die meist beschaltet 
sind, dass sie in weite Entfernungen überaus schün blau aussehen ; siud
        

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