Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leichtfassliche praktische Perspektive unter Berücksichtigung der Theater-Perspektive
Person:
Lübenau, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-308663
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309623
Tafel 
 
Ländliches Haus, wie es bei Anfertigung von Theater-Dekorationexi auf die Leinwand gezeichnet wird. 
a b ist die Horizontale, auf der die Thüre und Fensterölfnungen geometrisch aufgetragen sind. V V sind die Ver- 
sohwindungspunkte für das Dach. Dieselben liegen senkrecht ober- und unterhalb des Augpunktes A und sind von 
demselben gleichweit entfernt. Man kann diese Punkte auch näher oder weiter vom Augpunkt legen, je nachdem 
man die Schräge des Daches wünscht. Der untere Diagonalptinkt der horizontal mit dem unteren Verschwindungs- 
punkt liegt, bestimmt die Balkenlagen bei der Dach-Untersicht. 
Die 
Theater- 
-Persp ektive 
verlangt sogenannte perspektivische Lügen und zwar aus verschiedenen Gründen, doch: müssen diese perspek- 
tivischen Lügen immer derart sein, dass sie die Grenzen des Natürlichen nicht überschreiten und störend oder 
verzerrend wirken. Zum Beispiel darf bei einer Zimmer-Dekoration kein, oder nur iiusserst wenig Fuss- 
boden auf dem I-Iintergrunde dargestellt werden, denn (lerjenige, welcher durch die Mittelthüre einzutreten hat, 
müsste erstens über diesen gemalten Fussboden hinübersteigen, und zweitens würde er mit einem Schritte einige 
Meter machen, was ja absolut unmöglich ist. Um dem abzuhelfen muss eben der richtige Augpunkt weiter nach 
unten verlegt werden und noch durch anderweitige Hilfslinien das Nötige zu erreichen gesucht werden. Ebenso- 
wenig darf zuviel Plafond auf einer Zimmer-Dekoration angenommen werden, was ausserordentlieh störend und 
unnatürlich wirkt, der richtige Augpunkt muss hier weiter nach oben verlegt. werden.
        

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