Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698399
Anspruch auf Naturwahrheit machen kann. Viel besser 
wird das Bild, wenn man zur Aufnahme nicht gewöhn- 
liche, Sondern fa r b e n e m p f in d 1 i c h e Platten be- 
nutzt. Solche Platten s.ind nicht nur für Blau und Violett. 
sondern auch für Grün, einige sogar für Gelb empfind- 
lich; eine vollständige Wiedergabe der Farbenwerte 
wird auch hier nicht erreicht, da Blau und Violett noch 
immer viel zu hell werden, sondern erst durch Anwen- 
dung Sog. Gelbfilter oder Gelbscheiben. 
Diese dämpfen entweder die blauen und violetten 
Strahlen (Kompensationsfilter) oder schalten sie, wie 
mein Normal-Kontrastfilter, vollständig aus. Die in. der 
Masse gefärbten Gelbscheiben, ausgenommen die neuen 
von Schott-Jena hergestellten, sind minderwertig und 
nicht zu empfehlen. Zur Reproduktion von Gemälden, 
farbigen Objekten im Schatten usw. sind die Kompen- 
sationsfilter vorzüglich geeignet, müssen aber für die be- 
treffende Plattensorte abgestimmt werden. Alle Gelb,- 
filter haben nur dann einen Zweck, wenn farben- 
empfindliche Platten benutzt werden. Bei allcn 
Aufnahmen in der Natur, die von der Sonne be- 
schienen. simd, sind jene Filter, welche Blau und 
Violett vollständig ausschalten und auch Kontrast- 
filter heißen, am empfehlenswertesten, da man mit 
ihnen die auf voriger Sei.te besprochene Zusamme.n- 
drängung der Helligkeitswerte der Natur erreichen kann. 
Viele, die mit diesem Filter nicht oder nur wenig ge- 
arbeitet haben, behaupten nun, daß der blaue Himmel 
und helles Blau zu dunkel, Grün zu hell würde; diese 
Befürchtungen sind bei richtiger Belichtung und 
weicher Entwicklung unbegründet und wird durch diese 
Filter die Helligkeitsskala der Natur auf die dem Photo- 
graphen zur Verfügung stehende Helligkeitsskala redu- 
ziert. Ist der blaue Himmel zu dunkel ausgefallen, dann 
ist meistens zu kurz belichtet und zu lange entwickelt 
worden. Man erhält gewöhnlich schon die Tonwerte 
richtig, wenn man bei einem zweiten Versuch doppelt 
so lange belichtet und mit einem weichen Entwickler 
wesentlich kürzer hervorruft. 
Hauberrißer, Brillante Negative. 21.-25. Aufl. 6
        

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