Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698360
Gegenstandes ab, so ergibt sich, daß eine vollständige 
Wiedergabe aller Helligkeitswerte nur bei Gegenstän- 
den. die von zerstreutem Licht beleuchtet sind. möglich 
ist, nicht aber bei Gegenständen, welche von der Sonne 
beschienen sind, oder gar selbst Licht ausstrahlen. Denn 
zur Wiedergabe der größten Helligkeit steht uns nur das 
rein weiße Papier zur Verfügung, zur Wiedergabe der 
tiefsten Schatten reines Schwarz. 
Die richtige Wiedergabe einer weißen, von der 
Sonne beschienenen Wand ist schon nicht möglich, da 
eine solche Wand schon viel heller ist als weißes 
Papier im Schatten und im Schatten werden ja doch alle 
Bilder betrachtet  seien sie auf photographischem oder 
anderem Wege hergestellt. 
Der Photograph muß sich deshalb wie der Zeichner 
"darauf beschränken, die Helligkeitswerte der Natur zu- 
sammenzudrängen und in die ihm zur Verfügung stehende 
Helligkeitsskala einzuordnen. Bezeichnet man willkür- 
lich die Helligkeit einer von der Sonne grell beschiene- 
nen Wand mit der Zahl 1, die Helligkeit eines schwarzen 
Gegenstandes im Schatten mit 100 und die Helligkeit des 
weißen Papiers im Schatten mi.t 20, so hat man die Hel- 
ligkeitswerte 1-100, welche die Natur bietet, auf die 
Helligkeitswerte 20-100, welche uns auf dem Papier zur 
Verfügung stehen, zu reduzieren (es sei hier ausdrück- 
lich bemerkt, daß diese Zahlen willkürlich gewählt sind 
und die tatsächlichen Verhältnisse nicht wiedergeben 
sollen). Die größte Helligkeit 1 in der Natur muß durch 
die Helligkeit 20 wiedergegeben werden, der Helligkeits- 
grad 20 in der Natur durch 36 in der Photographie dar- 
gestellt werden. 
Die richtige Wiedergabe der Natur verlangt aber 
nicht nurdie richtige Wiedergabe der Helligkeitswerte. 
sondern auch die der Farbenwerte. Leider ist dies bei 
den gewöhnlichen Photographien gar nicht der Fall: 
Gelb, welches das Auge als hellste Farbe nächst Weiß 
empfindet, wird fast schwarz, das dunkle Blau und Violett 
dagegen als. Weiß wiedergegeben, ebenso das. Ultra- 
violett. welches das Aug-e sogar als Schwarz empfindet. 
Es leuchtet ein, daß eine solche Photographie keinen
        

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