Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698345
auch Überbelichtung oder Überstrahlung (Lichthof) fast 
gänzlich ausgeglichen. Für Landschaften mit tiefen. 
Schatten und sehr hohen Lichtern ist diese Planliegeent- 
Wicklung besonders. zu empfehlen. Als brauchbarstcn 
Hervorrufer für die Planliegeentwicklung fand ich Hauffs 
Glycinstandentwicklcr, den ich 1 240 verdünne." 
Ich habe mit dieser Entwi.cklungsmethode bei Innen- 
aufnahmen so vorzügliche Resultate erhalten und diese 
Resultate lassen sich auf andere Weise überhaupt nicht 
erzielen. Außerordentlich wichtig ist es, daß der Boden 
der Schale mit einer Wasserwage. ganz genau horizontal 
gestellt ist. Man läßt s.ich vom Schreiner am besten 
kleine Holzkeile machen und steckt drei unter die Schale 
und verschiebt sie so lange, bis die Wasserwage nach 
allen Richtungen eine vollständig horizontale Lage ergibt. 
Man kann auch die Tischplatte durch Unterlegen von 
Holzstückchen unter die Füße nivellieren, doch muß man 
immer darauf achten. daß die zu entwickelnde Platte 
ganz genau horizontal liegt; die Entwicklerschale muß 
also einen ganz ebenen und überall gleich dicken Boden 
haben. Dann gießt man den Entwickler langsam ein, 
wartet einige Zeit, legt die Platte vorsichtig, ohne den 
Entwickler in Bewegung zu setzen, mit der Schicht nach 
oben ein und deckt die Schale mit einer reichlich großen 
Pappschachtel zu. Wenn man die Platte nicht genau 
horizontal legt, so entsteht auf der ganzen Platte eine 
gleichmäßig narbige Fläche, die das ganze Negativ un- 
brauchbar macht. Auch beständiges Fibrieren der Schale 
durch heftiges Gehen im Dunkelzimmer, ja das Fibrieren- 
des ganzen Hauses durch öfteres Vorbeifahren schwerer 
Lastautos, kann diese narbige Struktur des Negativs her- 
vorrufen. Ich habe gefunden, daß man bessere, sichere 
Ergebnisse erhält, wenn man den Entwickler mit der 
doppelten Menge Wasser verdünnt, also 1 Teil mit 
80 Teilen Wasser, und dafür doppelt so lange (1 Stunde) 
entwickelt. Konzentriertere Entwickler rufen wiederum 
narbige Struktur des Negativs hervor.  
Die Temperatur des Entwicklers soll zwischen 15 und 
18" C betragen. Ein Negativ, das mit der Planliegeent- 
wicklung hervorgerufen wurde, zeigt die Gegensätze be-
        

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