Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698315
zweite 2 Sekunden und die dritte 6 Sekunden. belichtet 
und alle drei Aufnahmen llg Stunde lang in der Foco- 
Dose entwickelt. Merkwürdigerweise zeigten alle. drei 
Platten die gleichen Einzelheiten, nur die sechsfach über- 
lichtete Platte zeigte einen schwachen Gelbschleier und 
war nur unbedeutend kräftiger. Dieses merkwürdige 
Resultat läßt si.ch vielleicht dadurch erklären, daß der 
Pyroentwickler beim Entwickeln einer übcrlichteten Platte 
in Verbindungen übergeführt wird, welche die Gelatine 
härten und ein tieferes Eindringen des Entwicklers ver- 
hindern. Das Arbeiten mit diesen Dosen ist einfach: Die 
zu entwickelnden Platten werden in der Dunkelkammer 
oder auch im Wechselsack  je zwei mit der Glasseite 
zusammen  in den mit Nuten versehenen Einsatz ge- 
stellt, worauf der Deckel geschlossen wird. Nach Öffnen 
des Verschlusses soll man die Entwicklerlösung bei 
Tageslicht so hoch eingießen, daß man den. Schrauben- 
verschluß so aufsetzen kann, daß keine Luft mit ein- 
geschlossen wird. Die Entwicklung dauert durchschnitt- 
lich V2 Stunde; je nach der Art der Plattensortc und der 
Temperatur kann die Entwicklung 5 Minuten länger oder 
kürzer dauern, was das erstemal durch Kontrolle in der 
Dunkelkammer bei rotem Li.cht leicht festgestellt werden 
kann. Für späteres Arbeiten ist aber das Öffnen der 
Dose vor beendeter Entwicklung überflüssig, ja sogar 
schädlich. Ist die Entwicklungsdauer von durchschnitt- 
lich 30 Minuten vorbei, so läßt man den Entwickler durch 
Öffnen der Schraube bei Tageslicht ausfließen und 
frisches Wasser ein. Hat man das Wasser mindestens 
fünfmal vollständig durch frisches ersetzt, so kann. man 
die Platte in der Dunkelkammer herausnehmen und fixie- 
ren, ja man kann sogar das Fixieren bei sehr schwachem 
künstlichen (weißem) Licht vornehmen. 
Für di.e Entwicklung von Filmpacks dienen Entwick- 
lungsdosen (Abb. 22), die, meist rosettenförmig ange- 
ordnet, von verschiedenen Firmen in den Handel ge- 
bracht werden. Nachdem die Filme mit ihrem Schutz- 
papier in die einzelnen Fächer hineingesteckt worden sind. 
wird das Gestell in die verschließbare Dose hineingesetzt 
und die Entwicklung kann dann bei Tageslicht vorge-
        

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