Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698235
nen alle Einzelheiten, auch die in den tiefsten Schatten, 
schon nach kurzer Zeit, meist schon nach 30 Sekunden. 
Durch die längere Entwicklung wir-d das Bild nur gekräf- 
rigt. Bei der ande.ren Klasse, zu welcher hauptsächlich 
das Hydrochinon, Adurol, Cilycin, Pyrogallol und Neol 
gehören, erscheinen sehr langsam. die Einzelheiten in den 
höchsten Lichtern, dann allmählich die Mitteltöne und zu- 
letzt erst die Einzelheiten in den Schatten. Das Bild 
haut sich also viel langsamer auf und man erhält wesent- 
lich stärkere Kontraste, ein Negativ von größerer Bril- 
lanz. Viele der langsam arbeitenden Entwickler lassen 
sich jedoch auch in Rapidentwicklern überführen, wenn 
man anstatt Soda oder Pottasche als Alkalien Ätznatron 
oder Ätzkali verwendet. Unterbricht man bei einer mit 
Metol oder Edinol hervorgerufenen Platte di.e Entwick- 
lung schon nach Ilz Minute, so erhält man, richtige Be- 
lichtung vorausgesetzt, durch nachträgliche Verstärkung 
mit Uran ein Negativ, das alle Einzelheiten in Licht und 
Schatten und gute Abstufung aufweist. Man erhält ein 
Negativ, das von einem normal entwickelten nicht viel zu 
unterscheiden ist. Anders aber, wenn dieselbe Platte mit 
I-Iydrochinon- oder ähnlichem Entwickler hervorgerufen 
wird. Trotz richtiger Belichtung, die für den Hydro- 
chinon aber mindestens doppelt so groß se.in muß als für 
den Metol-Hydrochinonentwickler, ist nach 1 Minute 
meist noch keine Spur des Bildes vorhanden. Erst in der 
g, Minute erscheinen die höchsten Lichter (bei einer Land- 
schaft der Himmel) und ganz allmählich nach etwa 4 bis 
5 Minuten die Einzelheiten in den Schatten. Würde man 
die Entwicklung nach 1 Minute unterbrechen, so erhielte 
man auch durch nachträgliche Verstärkung kein Bild. 
Die Praxis der Entwicklung hat hauptsächlich fol- 
gende Aufgaben zu erfüllen. 
1. Üßberbelichtung zu korrigieren. 
2. Unterbelichtung zu korrigieren. 
 3. Ein Negativ weich zu entwickeln. 
4. Ein Negativ kräftig zu entwickeln. 
Um Überlichtungen zu korrigieren, 
Stehen folgende Hilfsmittel zur Verfügung: 1. Verdünnung 
des Entwicklers mit Wasser. 2. Verringerung des Alkali- 
g!
        

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