Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698146
auflöst und zu 100 ccm dieser Lösung, die in verschlos- 
senen Flaschen gut haltbar ist, kurz vor Gebrauch llz g 
festes Amidol zusetzt. Dasselbe löst sich sofort auf und 
wird der Bequemlichkeit halber nicht abgewogen, son- 
dern in einem besonderen Löffelchen, welches glatt- 
gestrichen gerade '12 g Amidol faßt, abgemessen. Brom- 
kalizusatz in geringer .Menge wirkt schleierwidrig; bei 
Überbelichtungen wirkt Bromkali erst, wenn man große 
Mengen (bis zu 30 ccm lüprozentige Lösung auf 100 ccm 
gebrauchsfertigen Entwickler) zusetzt. 
Man kann die Wirkung des Amidolentwicklers für 
unterbelichtete Aufnahmen noch steigern, indem man 
etwas Alkali zusetzt. Man muß jedoch damit sehr vor- 
sichtig sein und keinenfalls auf 5 g festes Amidol 
mehr als 2,03 g reines Ätznatron nehmen (wer mit chemi- 
schen Arbeiten ein wenig vertraut ist, setzt einfach soviel 
verdünnte Ätznatronlösung vorsichtig und all- 
mählich zu, bis die Entwicklerlösung gerade neutrale 
Reaktion gegen Phenolphthalein zeigt). Nimmt man nur 
die geringste Menge mehr Alkali, so erzeugt der Ent- 
wickler Schleier, bräunt si.ch schnell und ist praktisch 
unverwendbar. 
Der Amidolentwickler wird weniger im Negativ- 
prozeß als besonders im Positivprozeß zur Entwicklung 
von Bromsilberbildern benutzt. 
Der Ortolentwickler 
ist ein guter empfehlenswerter Entwickler, wenn er sich 
in der Praxis auch nicht in dem hohen Maße eingeführt 
hat, wie die bisher genannten Entwickler. Er arbeitet 
klar und ist sehr empfindlich gegen Bromkali, welches 
die Entwicklung stark verzögert. 
Man stelllt folgende. Teillösungen her: 
A. Wasser, kalt . . . . . . . . 1000 ccm 
Kaliummetabisulfit  . . . . . 7,5 S; 
Ortol . . . . . . . . . . . 15 g 
B. Wasser . . . . . . . . . . 1000 ccm 
Pottasche . . . . . . . . . 60 g 
Kristallisiertes Natriumsuliit . . 180 g 
Bromkalium .   . . . . . 1 g
        

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