Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698060
sten sind Pyrogallol, I-Iydrochinon, Adurol, Glycin. Ami- 
dol, Metol, Eikonogen, Brenzkatechin, Ortol, Edinol, 
Rodinal, Pyramidol und Neol. 
Um eine rasche Oxydation der Entwickler durch 
den Sauerstoff der atmosphärischen Luft zu verhin- 
dern, setzt man Konservierungsmittel  Natriumsulfit 
(I schwefligsaures Natron), Kaliummetabisulfit  zu; 
letzteres konserviert besser als neutrales Natriumsulfit, 
verlangt aber eine größere Menge Alkali (s.  Die mit 
Sulfit versetzten Entwicklerlösungen halten sich in gut 
verkorkten Flaschen lange Zeit. Wichtig ist, daß der Zu- 
tritt der Luft möglichst ausgeschlossen wird, indem man 
die Lösung bis an den Hals füllt. Bei angebrochenen 
Flaschen kann man diesen Zweck durch Einwerfen von 
Glaskugeln oder Kieselsteinen erreichen. Gewöhnlich 
verwendet man kristall.isiertes Natriumsulfit; nimmt man 
das pulverförmige, wasserfreie, so darf man nur 
die halbe Gewichtsmenge des kristallisierten Natrium- 
sulfits nehmen.  
Außer diesen Konservierungsmitteln muß. man den 
meisten organischen Entwicklern auch noch ein Alkali  
Soda (I kohlensaures Natron), Pottasche, Kaliumkarbo- 
nat (I kohlensaures Kali), Ätzalkalien oder dreibasisch 
phosphorsaures Natron  zusetzen. Die verschiedenen 
Alkalien wirken verschieden: Entwickler, welche Ätz- 
alkalien (Ätznatron I Natronhydrat, Atzkali I Kali- 
hydrat,vÄtzlithion I Lithionhydrat) enthalten, wirken 
gewöhnlich energischer als solche mit Pottasche, und 
diese energischer- als solche mit Soda; das dreibasisch 
phosphorsaure Natron entspricht fast vollständig dem 
Ätznatron, greift aber di.e Gelatine weniger an und dürfte 
deshalb in einigen Fällen Vorteile haben. Die Soda kann 
in einigen Entwicklersubstanzen (Pyrogallol, Hydro- 
chinon, Brenzkatechin, Adurol) durch Azeton ersetzt wer- 
den und ist hier das Natriumsulfit bei Gegenwart von 
Azeton imstan-de, das betreffende Natriumsalz (Phenol- 
natrium) zu bilden. Bei allen Entwicklervorschriften ist 
wichtig, daß chemisch reine. unverdorbene Chemikalien 
verwendet werden.
        

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