Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698046
zwei identische Stillleben), die beide gleich gut beleuchtet 
sein müssen, aufnimmt. Nach der Aufnahme wird die 
Platte mit einem Diamant in der Dunkelkammer bei 
rotem Licht halbiert und die eine Hälfte i.n dem bisher 
verwendeten, die andere in dem neuen Entwickler her- 
vorgerufen, wobei sich dann oft zeigt, daß der bisherige 
Entwickler besser als der neue arbeitet. 
Es ist unbedingt notwendig, solche Vergleichsver- 
suche auszuführen, da oft schon eine geringe Änderung 
in der Belichtungszeit, Änderung der Plattensorte und 
selbst der Emulsionsnummer, Änderung der Beleuchtung, 
Temperatur usw., das Ergebnis beeinflussen können. S0 
kann man mit verschiedenen Entwicklern Negative von 
gleicher Kraft oder-gleicher Weichheit erzielen, wenn 
man die Belichtungszeit ändert, und der Unterschied 
kann i.n der Beleuchtung selbstdrei- und vierfach sein. 
S0 gibt z. B. Hydrochinon von einer knapp belich- 
teten Aufnahme ein hartes Negativ, während Edinol 
oder Metol, die zur Erzielung der gleichen Schatten- 
details nur ungefähr den dritten Teil der Belichtungszeit 
benötigen, die gleiche Aufnahme zu einem weichen Nega- 
tiv entwickeln. Es erklärt sich hieraus auch. daß ni.cht 
jeder mit einem neuen Entwickler sofort die gleichen 
guten Resultate erhält, wie ein anderer, und daß man mit 
jenem Entwickler die besten Resultate erhält, mit dem 
man sich eingearbeitet hat. 
Das Resultat der nachstehenden Entwicklerrezepte 
hängt auch sehr viel von der Plattensorte ab. So kann 
eines der beschriebenen Rezepte für ein Plattenfabrikat 
hervorragende Negative liefern, währenddem dieselbe 
Entwi.cklervorschrift für ein anderes Fabrikat sich nur 
wenig eignet. Aus diesem Grunde sei nochmals auf 
obigen Parallelversuch verwiesen. 
Der 
Eisenoxalatentwickler. 
Der Eisenoxalatentwickler, kurz Eisenentwickler ge- 
nannt, ist einer der ältesten Entwickler und wird auch 
heute noch für bestimmte Zwecke benutzt. Er wird her- 
gestellt durch Mischung einer Lösung von oxalsaurem
        

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