Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698031
warme Entwickler weich und schnell, kalte Entwickler 
hart und langsam. Man kann infolgedessen vielfach 
Überlichtungen dadurch korrigieren, daß man mit einem 
Entwickler hervorruft, der stark abgekühlt ist, etwa 5" R. 
Unter weich en Negativen sind solche zu ver- 
stehen. die vom höchsten Licht bis zum tiefsten Schatten 
zwar harmonisch abgestuft sind, aber nur geringere Kon- 
traste aufweisen; ist ein solches. Negativ auch noch ver- 
schleiert, so bezeichnet man es als fla u. K r ä f t i g e oder 
n o r male Negative nennt man solche, welche stärkere 
Gegensätze zwischen Lichtern und Schatten aufweisen, 
wobei aber die höchsten Lichter noch nicht rußig sind. 
H arte Negative zeigen so scharfe Gegensätze, daß man 
tadellose Bilder nicht mehr herstellen kann, da entweder 
die Lichter ganz weiß ohne jede Zeichnung oder  bei 
sehr langer Kopierzeit  die Schattenpartien tiefschwarz 
ohne Einzelheiten erscheinen. Kräftige Negative sind 
hauptsächlich für den Pigmentdruck und das Albumin- 
papier erwünscht, während weiche Negative für Ver- 
größerungen und hart arbeitende Papiere (die meisten 
Entwicklungspapiere) vorgezogen werden. Durch Ver- 
stärkung oder Abschwächung läßt sich der Charakter der 
Negative nachträglich ändern. 
Die 
empfehlenswertesten 
Entwickler. 
Entwicklerrezepte gibt es eine so große Zahl, daß es 
nicht möglich ist, s.ie alle aufzuführen. Es sind daher in 
nachstehenden Zeilen nur einige besonders empfehlens- 
werte und bestens bewährte Entwickler sowie deren 
charakteristische Eigenschaften angegeben; es soll ie- 
doch nicht gesagt se.in, daß andere Zusammensetzungen 
nicht ebensogut sein können. 
Hat man sich mit einem Entwickler gut eingearbeitet 
und ist man damit im allgemeinen zufrieden, so soll man 
dabei bleiben; will man aber doch einen anderen Ent- 
wickler versuchen, der vielleicht von anderen besonders 
gelobt worden ist, so mache man immer einen einwand- 
freien Parallelversuch in der Weise, daß man mit einem 
gewöhnlichen Apparat zwei gleiche Gegenstände (z. B. 
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