Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698025
tungen setzt man von der zweiten Lösung nur einen ge- 
ringen Teil der erforderlichen Menge zu und den Rest 
allmählich erst dann, wenn man sieht, daß das Bild gar 
nicht oder zu langsam erscheint. 
Nimmt man die ganze vorgeschriebene Menge Al- 
kalilösung (Lösung B), so erhält man bei normaler Be- 
lichtung weiche Negative; nimmt man weniger (etwa die 
Hälfte), so erhält man kräftige Negative. Weiche Nega- 
tive erhält man auch durch stark verdünnte Entwickler, 
kräftige Negative durch konzentriertere Entwickler 
(richtige Belichtung vorausgesetzt); je verdünnter der 
Entwickler, desto länger dauert die Entwicklungszeit. 
Die Entwicklung darf auch nicht zu lange dauern, da 
sonst die höchsten Lichter so stark gedeckt werden, daß 
jede Zeichnung in denselben verloren geht; es entstehen 
sogenannte harte Negative, denen die vermittelnden 
Halbtöne zwischen Lichtern und Schatten fehlen. Bei 
richtiger Zusammensetzung des Entwicklers und ri.ch- 
tiger Temperatur des Entwicklers ist die Entwicklung mit 
wenigen Ausnahmen in 3-4, Minuten beendet. 
Bei unterbelichteten Aufnahmen recht lange zu ent- 
wickeln, hat keinen Zweck, da auch durch noch so langes 
Entwickeln keine Details. in den Schatten erhalten wer- 
den. Durch zu langes Entwickeln von unterbelichteten 
Platten entsteht meistens allgemeiner grauer Schleier 
oder auch dichroitischer (in der Durchsicht gelb oder 
rot, Glasseite blaugrün), die ein späteres Verbessern der 
Negative sehr erschweren. 
Wichtig ist auch die Temperatur des Ent- 
wicklers: kalte. Entwickler bringen das Bild nur 
langsam zum Vorschein, holen viel weniger Einzelheiten 
in den Schatten heraus und erzeugen harte Negative. 
Nur wenige Entwickler, wie Eidinol, sind gegen niedrige 
Temperaturen ziemlich unempfindlich. Die günstigste 
Temperatur für die meisten Entwickler ist 15" R. Bei 
einer Temperatur,_ die höher als l8-20" R ist, zeigen die 
meisten Entwickler starke Neigung zu Schieierbildung. 
Am "besten kühlt man in solchen Fällen mit Eis; bei einer 
geringen Temperaturerhöhung genügt meistens ein ver- 
mehrter Bromkalizusatz. Im allgemeinen entwickeln
        

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