Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698013
erst zuletzt die Einzelheiten in den Schatten. Ganz an- 
ders ist die Entwicklung mit Rapid-Entwicklern. Hier 
sind schon nach 112 Minute  wenn auch schwach  alle 
Einzelheiten sichtbar und durch die längere Entwicklung 
wird das Bild lediglich gekräftigt, ohne daß neue Einzel- 
heiten hinzutreten. Eine Platte, die mit einem Rapid- 
Entwickler nur V2 Minute lang entwickelt und dann fixiert 
und gewässert wurde, ergibt nach dem Verstärken mit 
Uran ein Negativ, welches ebenso gute Kopien liefert, als 
wenn die Platte 5 Minuten lang entwickelt worden wäre. 
Die beiden Negative, die 5 Minuten lang mit Hydrochinon 
oder Metol-Hydrochinon hervorgerufen wurden, zeigen 
überdies deutlich, daß man bei gleicher Belichtungszeit 
in den Schattenpartien mit dem Rapid-Entwickler mehr 
Einzelheiten erhält, als mit dem I-Iydrochinon-Entwickler, 
oder mit anderen Worten: Bei zu kurz belichteten Auf- 
nahmen erhält man mit einem Rapid-Entwickler bessere 
Resultate, als mit Hydrochinon. Um Überbelichtung zu 
korrigieren, setzt man Bromkali in einer Lösung l : 10 
dem Entwickler zu. Bei. den langsam arbeitenden Ent- 
wicklern genügen meist schon wenige Tropfen, um eine 
doppelte Überbelichtung auszugleichen, und mit sechzig 
Tropfen Bromkalizusatz gelingt es oft, eine l6-32fache 
Uberbelichtung zu korrigieren. Dagegen wirkt Bromkali 
auf die Rapid-Entwickler nur sehr wenig ein, und von 
der Bromkali-Lösung müssen oft mehrere Kubikzenti- 
m-eter genommen werden, um eine geringe Überbelich- 
tung zu korrigieren.  
Richtig belichtete Aufnahmen kann man nach den 
bei den verschiedenen Entwicklern später angegebenen 
Methoden leicht zu Negativen von jedem gewünschten 
Charakter (weich, kräftig, hart) hervorrufen, während 
dies bei unrichtig belichteten Negativen nur schwierig 
oder gar nicht möglich ist. 
Für Geübte ist der Gebrauch von Entwickler- 
te i l l ö s u n g e n sehr zu empfehlen: Man stellt den Ent- 
wicker erst vor Gebrauch durch Mischen zweier Lösun- 
gen dar, von denen die eine die Entwicklersubstanz 
und Natriumsulfit, die andere das Alkali enthält. Für 
überbelichtete Platten oder Platten unbekannter Beli.ch- 
Hauberriß er, Brillante Negative. 21.-25. Aufl. 4
        

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