Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697985
bei iiberbelichteten Platten im verdünnten Entwickler 
alle Einzelheiten zwar schön und schleierfrei heraus- 
kommen, daß aber das Negativ in den Lichtern zu wenig 
Deckung bekommt (nach dem Fixieren also ein Negativ 
ohne Kraft resultieren würde), so ersetzt man den ver- 
dünnten Entwickler durch einen unverdünntcn, mit 20 
(allenfalls noch mehr) Tropfen Bromkalilösung versetz- 
ten Entwickler, wodurch die Kontraste im Negativ in 
kurzer-Zeit bedeutend vermehrt werden. Man kann aber 
auch auf di.e Kräftigung des Negativs. durch einen zweiten 
kräftigeren Entwickler verzichten und das. fertige Negativ 
nachträglich verstärken. 
Es ist indessen leichter und in allen Fällen empfeh- 
lenswerter, nach den hier angegebenen Methoden ge- 
nügend richtig zu belichten, als gänzlich falsch belichtete 
Platten zu guten Negativen zu entwickeln. 
Wie schon erwähnt, gibt es zwei Klassen von Ent- 
wicklern, und zwar langsam arbeitende, wozu haupt- 
sächlich Hydrochinon, Adurol. Glycin und Neol gehören. 
sowie Rapid-Entwickler, wie Metol, Edinol. Amidol und 
Rodinal, und die gemischten Entwickler Metol-Hydro- 
cliinon und Metol-Adurol. Die Wirkungsweise dieser zwei 
Entwicklerarten ist gänzlich voneinander verschieden. 
Es wurden zur Feststellung der Wirkung 12 Aufnahmen 
vom gleichen Gegenstand gemacht. und zwar hinterein- 
an-der und gleichlang belichtet. '6 davon wurden mit 
Hydrochinon, die übrigen 6 mit Metol-Hydrochinon her- 
vorgerufen. und zwar derart, daß die 1. und 7. Platte nur 
112 Minute, die 2. und 8. Platte nur 1 Minute, die 3. und 
9. je 2 Minuten. die 4. und-lO. je 3 Minuten, die 5. und 11. 
je 4 Minuten, die 6. und 12. je 5 Minuten entwickelt wur- 
den. Auf der Tafel II sind davon nur 6 Negative re- 
produziert, da es drucktechnisch nicht möglich ist, die 
Feinheiten wiederzugeben. Bei der mit Hydrochinon 
entwickelten Platte ist bei einer Entwicklungsdauer von 
I], Minute noch gar kein Bild sichtbar, nach 1 Minute erst 
der Himmel und erst nach {Minuten sind auch Einzel- 
heiten in den Schatten sichtbar. Das Bild baut sich also 
langsam auf, indem zuerst jene Partien, die am meisten 
Licht empfangen haben, zum Vorschein kommen, und
        

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