Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697925
Partie für die gleiche Blende nur 1,1l betragen. In solchen 
Fällen nimmt man einen Mittelwert und wählt bei 
großen Differenzen etwas mehr der hellen Par- 
tie entsp r echen d; denn würde man im vorliegen- 
den Beispiel lli Sekunde mit Blende f : 11 belichten, so 
würde man auf der Photographie die Schattenpartie so 
hell erhalten, als ob sie von der Sonne beschienen wäre, 
während die wirklich von der Sonne beschienenen Stellen 
einen weißen Fleck ohne Einzelheiten ergeben würden. 
In vorliegendem Beispiel würde eine Belichtung von V12 
bis llm Sekunde das beste Negativ ergeben. 
Ein großer Übelstand ist es, daß bei den meisten Ob- 
jektivverschlüssen viel.zu kurze Belichtungszeiten ange- 
geben sind: so findet sich oft als Geschwindigkeit 1150 an- 
gegeben, während die wirkliche Geschwindigkeit vielleicht 
nur 1115 Sekunde beträgt. lm allgemeinen kann man bei 
Handkameras annehmen, daß die Geschwindigkeit eines 
Verschlusses, der nur so rasch geht, daß man den Appa- 
rat noch vollständig ruhig in der Hand halten und lang- 
sam gehende Personen in Straßenszenen noch aufnehmen 
kann, etwa 1l15_'1l20 Sekunde beträgt. 
Die verschiedenen Geschwindigkeiten eines Moment- 
verschlusses lassen sich in kurzer Zeit nach folgender 
einfacher Methode bestimmen: 
Ein Fahrrad wird auf einen niederen T-isch (Sattel 
und Lenkstange unten!) gestellt, so daß die Räder voll- 
ständig frei bewegt werden können. An einer Speiche 
des Hinterrades, einige Zentimeter vom Reifen entfernt, 
befestigt man eine kleine versilberte Glaskugel (Christ- 
baumkugel); am Reifen befestigt man einen Blechstreifen 
oder Stahlfeder (Haarnadel), welche so gebogen ist, daß 
sie die Gabel leicht berührt und bei jeder ganzen Um- 
drehung ein schwaches Geräusch erzeugt. 
Das so hergerichtete Fahrrad wird derart aufgestellt, 
daß die Sonne auf das Rad bzw. die versilberte Kugel 
scheint; vor das Rad wird der photographische Apparat. 
dessen Verschluß geprüft werden soll, auf einem Stativ 
derartig aufgestellt, daß das Rad parallel zur Mattscheibe 
steht und mithin auf der Mattscheibe als Kreis und nicht 
als Ellipse (Eiform) sich abbildet. Der Apparat soll ziem-
        

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