Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697892
eine kürzere Belichtung brauchen; so werden Wolken 
und weiße Häuser schon bei einer dreimal kleineren 
Blende, als das Laubwerk braucht, richtig belichtet er- 
scheinen.  
Hat man zu den Uraufnahmen ein Objekt gewählt, 
worin verschiedenfarbige und verschieden beleuchtete 
Partien vorkommen, so kann man aus den Urnegativen 
auch lernen, welche Blende bzw. welche Belichtungszeit 
die einzelnen Farben brauchen. 
Ferner ist zu beachten, daß in engen Straßen und 
unter Bäumen eine längere Belichtungszeit oder eine 
größere Blende nötig ist, während bei Seestücken (haupt- 
sächlich aus Wasser und Wolken bestehend) meistens 
11„ der Zeit oder eine dreimal kleinere Blende, die sonst 
zu einer Landschaftsaufnahme nötig ist, genügt. 
Man ist jedoch keineswegs. an die 
Blende, die man durch diese Vergleichsmethode ge- 
funden hat, gebu nden; man kann jede Blende neh- 
men. muß aber bei jeder doppelt so lange belichten, wie 
bei der vorhergehenden größeren, und halb so lange wie 
bei der vorhergehenden kleineren Blende. War im an- 
geführten Beispiel die Belichtungszeit des Momentver- 
schlusses. immer V10 Sekunde und hatte man für diese 
Belichtungszeit die Blende 16 nötig, so braucht man für 
die Blende 22 V5 Sekunde, für die Blende 32 2h, Sekunde, 
für die Blende 44 4], Sekunde (flnzl Sekunde), was von 
jenen zu beachten ist, die regulierbare Verschlüsse be- 
sitzen. 
Außer den genannten sechs Uraufnahmen empfiehlt 
es sich, zur Übung noch andere zu machen, etwa sechs 
Aufnahmen mit den sechs verschiedenen Blenden im 
Freien bei recht trübem Wetter mit je ein e r Sekunde, 
sechs. weitere im hellen Zimmer mit je 20 Sekunden Be- 
lichtungszeit. 
Bei schwierigen Aufnahmen, bei denen man keine 
Ahnung hat, wie lange man belichten soll, in Zimmern, 
dunklen Kirchen, engen Schluchten usw, mache man 
mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungszeiten, 
aber gleicher Blende. Am besten verändert man die Be- 
lichtungszeiten immer um das Sechsfache (z. B. 10 Se-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.