Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697885
der Gebrauch eines langsam wirkenden 
Momentvcrschlusses unbedingt nötig ist. 
Diese sechs Urnegative gelten nun als Vergleichs- 
negati.ve für alle Aufnahmen i.m Freien bei gutem Licht. 
die bei, gleicher Belichtungszeit (oder gleicher Cie- 
schwindigkeit des Momentverschlusses) gemacht worden 
sind. 
Will man nun eine Landschaft aufnehmen, die an- 
scheinend ebensogut beleuchtet ist Wie die "Urauf- 
nahme", so wird man die gleiche Geschwindigkeit des 
Momentverschlusses. und diejenige Blende nehmen, mit 
der man bei der Uraufnahme das beste Resultat erzielt 
hat. in dem gewählten Beispiel also Blende 16. Findet 
man aber nach dem Entwickeln, daß die neue Aufnahme 
 da vielleicht zu einer anderen Jahres- oder Tageszeit 
gemacht  nicht richtig belichtet ist, so vergleicht man 
dieses Negativ nach dem Trocknen mit den sechs Ur- 
negativen und findet beispielsweise, daß es in seinem 
Charakter, Kraft, Detailreichtum in den Schatten, 
Schleierireiheit usw. dem mit Blende 22 hergestellten 
Urnegativ am meisten Ähnlichkeit hat. Da bei den sechs 
Urnegativen nach unserer Annahme die Blende 16  
also die nächst größere  das beste Resultat ergeben 
hat, so hätte man bei der neuen Aufnahme auch die 
nächst größere  also statt Blende 16 Blende 11  ge- 
brauchen müssen. 
Hat man in einem anderen Falle auch mit Blende 
f:16 gearbeitet, aber gefunden, daß das damit erhaltene 
Negativ dem mit Blende 32 erhaltenen Urnegativ gleicht, 
so findet man in analoger Weise als richtige Blende die 
Blende 8 statt 16.  
Durch diese Vergleichsmethode kann man von jedem 
Negativ bestimmen, welche Blende die richtige ist oder 
wieviel man zu lang oder zu kurz belichtet hat. Hat 
man sich bei allen Aufnahmen die nötigen 
N otizen (Blende, Tageszeit, Lichtverhältnisse, Datum 
usw.) gemaeht., so erhält man nach kurzer 
Zeit eine große Sicherheit im Belichten. 
Vergleicht man die sechs Urnegative untereinander, 
so wird man finden, daß einzelne Partien oder Farben
        

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