Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697872
kann, mache von ein und derselben Landschaft (am 
besten helles Haus mit Bäumen, Himmel und Personen 
im Vordergrund) bei guter Sonnenbeleuchtung sechs Auf- 
nahmen hintereinander; bei allen sechs Aufnahmen muß 
durch den gleichen Momentverschluß gleich lang (z. B. 
11„ Sekunde) belichtet, aber iedesmal eine andere Blende 
genommen werden. Bei allen sechs Aufnahmen muß die- 
jenige Platten- oder Filmsorte angewandt werden. deren 
man sich heim späteren Arbeiten, bedienen will, da die 
verschiedenen Sorten eine verschiedene Empfindlichkeit 
besitzen. Die sechs belichteten Platten oder Filme wer- 
den mit Bleistift numeriert und in eine r Entwicklungs- 
schale gleichzeitig und gleich lang mit 
frischem Entwickler hervorgerufen. Man verwende 
hierzu jenen Entwickler, mit dem man gewöhnlich. arbei- 
ten will. Man erhält so sechs Negative, von denen eines, 
z, B. mit Blende f : 16 aufgenommen, in jeder Beziehung 
mustergültig sein wird, indem es in den höchsten Lich- 
tern gut gedeckt ist, alle Details in den Schatten wieder- 
gibt und doch frei von Schleier ist; man nennt ein solches 
Negativ ein brillantes Negativ. Die zwei. nächsten 
(mit Blende fzll und fz22) sind fast ebensogut und 
auch die mit den zweitnächsten Blenden. (im angeführten 
Beispiel. also f:8 und f:32) aufgenommenen Negative 
sind noch so gut, daß sie durch Verstärken und Ab- 
schwächen oder längeres und kürzeres Entwickeln noch 
brauchbare Negative ergeben (s. Beilage Tafel I). 
Erst das mit Blende fz44 (:8fach zu kurz) auf- 
genommene Negativ wird man als ein so stark unter- 
belichtetes bezeichnen müssen, daß man es durch keine 
Behandlung in ein tadelloses Negativ überführen kann. 
Man sieht aus diesen sechs Negativen, die im folgen- 
den der Einfachheit halber als „U r n e g ative" bezeich- 
net werden sollen, daß eine doppelte und vierfache Über- 
bzw. Unterbelichtung noch kein großer Fehler ist. 
Ferner ergibt sich, daß gute, hochempiindliche Plat- 
ten bei einer von kräftiger Sonne beschienenen Land- 
schaft unter Benutzung der kleinsten Blende nicht länger 
als 12-172 Sekunde belichtet werden dürfen und mithin
        

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