Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697805
Di.e genaueste Einstellung auf Unend- 
lich ist folgende: Man stellt zunächst auf. der Matt- 
scheibe genau auf einen unendlich entfernten Punkt ein. 
schraubt den Apparat auf ein sehr festes. Stativ und 
richtet ihn nachts gegen den Sternenhimmel. Hat man 
eine Kassette mit einer Platte eingesetzt, so belichtet man 
bei größter Blende zunächst genau 1 Minute lang. Dann 
schraubt man das Vorderteil der Kamera um etwa 1]. mm 
vor un.d macht 1 Minute nach der ersten Aufnahme eine 
zweite a uf die s elb e Platte, belichtet aber diesmal 
2 Minuten. Hierauf schraubt man nochmals um 1], mm 
vor und belichtet 3 Minuten, die vierte Aufnahme mit 
4 Minuten macht man wieder nach 1 Minute, nachdem 
das Objektivvorderteil nochmals um lli mm vorgeschoben 
worden ist. In gleicher Weise macht man noch 3 bis 
4 Aufnahmen. wobei man das Objektiv lli, V2, V4 und 
1 mm hinter die Einstellung auf Unendlich bringt. Wich- 
tig ist, jede Aufnahme um l Minute länger zu beliebten, 
als die vorhergehende, und daß man etwa 1 Minute 
zwischen den einzelnen Aufnahmen verstreichen läßt. 
Entwickelt man nun die Platte, so bildet si.ch jeder 
Stern (da sich die Erde dreht und deshalb die Sterne sich 
scheinbar bewegen) als feiner Strich ab, und zwar wird 
dieser feine Strich bei der zweiten Aufnahme doppelt, 
bei der dritten dreifach, bei der vierten vierfach und bei 
der fünften fünffach länger sein als der erste Strich. Mit 
einer Lupe untersucht man nun das fertige Negativ und 
stellt fest, welche Abbildung des Sternes die größte 
Schärfe aufweist. Findet man sie z. B. bei der dritten 
Aufnahme, bei welcher die Abbildung der Sterne durch 
einen dreimal längeren Strich, als bei der ersten Auf- 
nahme, gekennzeichnet ist, so ergibt sich, daß sich die 
schärfste Einstellung auf Unendlich 112 mm vor der ur- 
sprünglich angenommenen Einstellung befindet. Bei die- 
ser Methode ist wichtig 
1. daß man die Abstände von 11., mm zu 1], mm 
vorher genau auf der Einstellskala bezeichnet. 
2. daß man nach jeder Belichtung immer wieder 
eine Minute aussetzt,
        

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