Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698711
dauern als höchstens 15-20 Sekunden. Si.nd in dieser 
Zeit nicht alle Einzelheiten erschienen, so ist dies ein 
Zeichen, daß man zu kurz belichtet hat. Man soll dann 
nicht, wie es gewöhnlich geschieht, die Kopie länger im 
Entwickler lassen  denn dadurch würde man nur ein 
Bild mit verschleierten Lichtern bekommen  sondern 
man muß eine neue Kopie machen und diese doppelt so 
lange beli.chten. Ist umgekehrt das Bild schon nach 
wenigen Sekunden im Entwickler erschienen und sind 
die höchsten Lichter grau, so ist dies ein Zeichen, daß 
zu lange belichtet worden ist, und man muß einen neuen 
Versuch mit der halben Belichtungszeit machen. 
Ist die Entwicklung beendet, zieht man das Bild 
rasch durch eine Schale mit reinem Wasser, dem man 
etwas Essigsäure beigefügt hat (auf 112 l Wasser 1 bis 
2 ccm Eisessig) und bringt es sofort in ein saures Fixier- 
bad, das man aber viel schwächer nimmt, als für den 
Negativprozeß üblich ist; entweder löst man eines der 
im Handel befindlichen Präparate von saurem Fixiersalz 
in der doppelten Menge Wasser auf, als für den Negativ- 
prozeß vorgeschrieben ist, oder man löst 100 g Fixier- 
natron und 8-10 g Kalimetabisulfit in 1 l Wasser. In 
diesem Fixierbad bleiben die Gaslichtkopien unter öfte- 
rem Bewegen 10 Minuten lang und werden hierauf eine 
Stunde lang gründlich gewässert und dann getrocknet. 
Die GaslichtpaDiere werden meist in 3 Sorten her- 
gestellt: "normal arbeitend", "hart arbeitend" und „weich 
arbeitend". Die hart arbeitenden sind für flaue Negative, 
die weich arbeitenden für harte Negative. Die weich 
arbeitenden Papiere sind wesentlich höher empfindlich 
als die hart arbeitenden und erfordern daher eine wese.nt- 
lich kürzere Belichtungszeit und auch eine Verdünnung 
des Entwicklers nicht mi.t 1, sondern mit 2 Teilen 
Wasser. , 
Beim Einlegen des Papiers in den Kopierrahmcn 
und beim Entwickeln muß bei den weich arbeitenden Sor- 
ten am besten ein etwas größerer Abstand von der Licht- 
quelle bzw. vom weißen Schirm genommen werden, um 
ei.ne Verschleierung des Papieres durch zu wenig ge- 
dämpftes Licht zu verhindern.   
        

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