Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698704
das Kopieren, namentlich bei. trü.bem Wetter, oft sehr 
lange dauert. Dem letzteren Mangel hilft das Gaslicht- 
papier ab, das aber den Auskopierpapieren gegenüber 
den Nachteil zeigt, daß man de.n Kopierprozeß nicht ver- 
folgen kann. Das Gaslichtpapier ist mit einer ähnlichen 
lichtempfindlichen Schicht überzogen, wie die hochemp- 
findlichen Platten. -Die Empfindlichkeit ist aber nicht so 
groß, daß man, wie bei Platten, eine Dunkelkammer mit 
rotem Licht notwendig hat, sondern es. genügt eine ge- 
dämpfte, künstliche Lichtquelle in einem durch Fenster- 
läden oder zugezogene Vorhänge verdunkelten Zimmer. 
Am besten arbeitet man so, daß man eine elektrische 
Glühlampe oder Azetylen-Fahrradlaterne auf einen Tisch 
stellt und die eine Hälfte der Lampe durch weißes Papier 
verdeckt oder einen Schirm aus weißem Schreibpapier 
aufstellt. Im Schatten dieses weißen Papieres oder 
weißen Schirmes kann man das (iaslichtpapier aus. dem 
Umschlag nehmen und auf das im Kopierrahmen befind- 
liche Negativ legen. 
Nach Schließen des Kopierrahmens wird auf der an- 
deren Seite der Lichtquelle in 30 cm Abstand, ie nach 
der Dichte des Negativs, 10-60 Sekunden belichtet, 
worauf man auf der Schattenseite das belichtete Gas- 
lichtpapier in einer Schale wie eine Platte entwickelt. 
Wie bei allen photographischen Prozessen, ist das 
Wichtigste die richtige Belichtungszeit. Man lernt die 
richtige Belichtungszeit rasch, indem man den Abstand 
von der Lichtquelle und die Lichtquelle selbst immer un- 
verändert läßt und lediglich die Belichtungszeit ändert. 
Man schneidet ein. Blatt in mehrere Streifen und 
kopiert den ersten Strei.fen 10 Sekunden, den zweiten 
20 Sekunden, den dritten 40 Sekunden und den nächsten 
80 Sekunden. Eine Änderung der Belichtungszeit um 
weniger als die Hälfte oder das DoDDelte hat wenig 
Zweck. Die belichteten Streifen werden auf der Schat- 
tenseite der Lichtquelle entwickelt. Als Entwickler ver- 
wendet man am besten den auf Seite 61 angegebenen 
gemischten Metol-Hydrochinon-Entwickler, verdünnt ihn 
aber mi.t der gleichen Menge Wasser. Die Entwicklung 
darf bei den meisten Gaslichtpapier-Sorten. nicht länger
        

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