Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke?
Person:
Hauberrißer, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-697364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-698513
belichtet und zu lange entwickelt worden. Es kann auch 
sei.n, daß der Entwickler zu warm war oder zu viel 
Alkali enthielt, oder daß die Platte verdorben oder zu 
lange in einer neuen Kassette gelegen war, 0de.r endlich, 
daß die Dunkelkammer nicht frei von schädlichem Licht 
war. 
Sind die Ränder der Platte, wohin infolge der Kas- 
settenkonstruktion (Reiber) kein Licht fallen konnte, 
glasklar, so war die Platte nur überbelichtet (was. auch 
aus dem Vergleich mit den Urnegativen ersichtlich ist). 
Abhilfe: 
Sind in einem solchen Negativ die Lichter 
gut gedeckt und ist der Schleier nur ge- 
ring, so kann man noch ganz gute Kopien 
erhalten. muß aber länger kopieren. 
Ist der Schleier schwach, die Lichter aber 
nicht genügend gedeckt, so kann man ohne 
weiteres mit frischem Uranverstärker ver- 
stärken (der Sublimatverstärker ist in diesem 
Falle weniger zu empfehlen). 
Ist der Schleier stark und das Negativ fast 
undurchsichtig, So muß man das Negativ mi.t 
rotem Blutlaugensalz un.d Fixiernatron ab- 
schwächen, bis die tiefsten Schatten glasklar 
geworden (s. S. 98). Meistens muß man 
dann nach sehr gründlichem Wässern auch 
noch mit Uran verstärken. 
Sehr häufig kann man von solchen flauen 
Negativen direkt (ohne "abzuschwächen und 
zu verstärken) mit Kontrastinpapier gute 
Kopien herstellen. 
Sind die in der Kassette vor Licht geschützten 
Ränder der Platte nicht glasklar, so ist dies 
ein Zeichen, daß die Platte schlecht war, oder daß (was 
meistens der Fall ist) die Dunkelkammer nicht frei von 
schädlichem Licht, oder daß der Entwickler zu energisch 
oder zu warm war. Die A bhilfe in letzterem Fall be- 
steht ßin Zusatz von Bromkalilösung oder Eis zum Ent- 
wickler, oder Verminderung des Alkaligehaltes.
        

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