Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch für die Kalkulation im Photographengewerbe
Person:
Lüpke, Johannes Gellert, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-671728
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-671969
Lack festzustellen und dann für die Platte zu errechnen (z. B. nach dem Jahres- 
bzw. Monatsverbrauch). 
Wie steht es nun mit der Berechnung des Ausschusses? Entweder man 
berücksichtigt den Ausschuß bei der Festsetzung der Menge des Materials 
oder aber man läßt ihn dabei außer acht und schlägt dann auf die errechneten 
Materialkosten einen kleinen Prozentsatz für Ausschuß zu. Es rnuß jedem 
Einzelnen überlassen bleiben, welchen Weg er wählt. Voraussetzung für beide 
Wege ist, daß auf Grund genauer Betriebsbeobachtung über die Höhe des 
Ausschusses absolute Klarheit besteht. Nicht zuletzt ist es natürlich Auf- 
gabe des Geschäftsinhabers, durch rationelle Betriebsführung den Prozent- 
satz des Ausschusses möglichst niedrig zu halten. 
Lohnkosten. 
Zunächst 
sei 
hier 
auf 
das 
nachstehende 
Schema 
hingewiesen. 
Arbeitszeit 
und 
Bedienung des Kunden              XMin. 
Zeit für die Aufnahme              X „ 
Entwickeln, Fixieren, KlVässern und Korrigieren des 
Negativs (Abschwächen, Verstärken)       X „ 
Vorrichten, Mattlackieren, Retusche des Negativs X „ 
Drucken von Proben und Bestellung, Entwickeln, 
Fixieren, Wässern der Positive.         X „ 
Trocknen, Pressen, Beschneiden          X „ 
Positivretusche.                 X „ 
Stempeln, Kuvertieren, Abliefern, Eintragung der 
 „ 
Sa.        YMin.:ZStd. 
   RM. Arbeitslohn. 
Dieses Schema zeigt, wie die Arbeitszeit, auf Grund deren wir die Lohn- 
kosten errechnen müssen, zu berechnen ist. Natürlich ist es ein Ding der 
Unmöglichkeit, an dieser Stelle bestimmte Zeiten für die einzelnen Tätigkeiten 
festlegen zu wollen. Hier muß eben der Einzelne seine auf Grund genauer 
Betriebsbeobachtungen erhaltenen Zeiten einsetzen. Leider ist heute noch 
vielfach der Zustand anzutreffen, daß gerade in der Photographie viele Atelier- 
inhaber bei ihrer Kalkulation die Position „Lohnkosten" vergessen und auf 
diese Weise zu erstaunlich niedrigen Selbstkosten kommen. 
Wenn nun an Hand dieses Schemas die Lohnkosten errechnet werden, 
kommen wir natürlich nur zu einer Erfassung der produktiven Lohnkosten. 
Es ist aber doch einleuchtend, daß ein gewisser Teil der täglichen Arbeitszeit 
mit unproduktiver Tätigkeit ausgefüllt wird. Diese unproduktiven Lohnkosten 
können wir nur in den Generalunkosten ausweisen. Wie hoch mögen diese 
unproduktiven Lohnkosten sein? An Hand genauer Betriebsaufzeichnungen 
sind sie ja zu ermitteln; allgemein darf man aber wohl sagen, daß I0 bis 2070 
der Arbeitszeit in einem photographischen Geschäft als unproduktiv anzu- 
sehen sind.
        

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