Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-525825
wandten Natur am meisten entsprach. Nach sechsjalirigcni Studien- 
aufenthalt in Rom schlug er in England seinen bleibenden YVohn- 
sitz auf, wo er durch die Grossheit seiner freilich auch gerne dem 
Grausigen und Gespenstischeil zugeivandten und selten von Ueber- 
treibungcn freizusprechenden Darstellung grosses Aufsehen machte und 
sich einen Ehrenplatz neben Pteynolds und West, ja sogar ein Ehren- 
gral) in S. Paul (T 1825) neben dem erstgenannten errang. Wie durch 
Füssli das durch Mengs angeregte Studium der Cinquecentisten in 
England wiederhergestellt wurde, so fand es durch N. Ablilgaard aus 
Kopenhagen (T 1809), der gleichzeitig mit Füssli in Rom seine 
Studien gemacht, auch in Dänemark Eingang, dessen Akademie, aus 
welcher nachmals zivei der einflussreichsten Classicisten hervorgehen 
sollten, hauptsächlich ihm ihre damalige hohe Blüthe verdankte. 
Ohne nun bei den vorwiegend akademischen und durch ihre- 
Stellung als Lehrer einflussreichen Kräften, welche entweder als 
Schüler der Obengenannten oder sonst indirect in die Bahnen des 
Mengs gezogen wurden  wie bei F. K. Fiiger aus Heilbronn 
(T 1818), der vor-zugsiveise in antik mythologischen und historischen 
Gegenständen sich ergehend, im Verein mit H. lllflillTßT aus Röthgen 
bei Bonn (T 1818), einem Schüler Maroifs, und F. Caucig aus Görz 
(T 1828) hauptsächlich an der Wiener Akademie wirkte, bei J. B. 
Bergler aus Salzburg (T als Akademiedirector zu Prag) mit J. Schöpf 
aus Telfs in Tirol (T 1822) und III. Köck aus Innsbruck (T 1825 
zu Rom) der hervorragendste Schüler Knollefs, wie bei dem Schüler 
und Nachfolger Guibafs, P. F. v. Hetsch aus Stuttgart (T 1839), 
welcher sich so wenig wie sein Schüler F. Hartma-izn aus Stuttgart 
(T 1812 zu Dresden) trotz des Hinüberreichens in eine weit vorge- 
sehrittene Kunstperiode von der ererbten und nur von David erwei- 
terten Schulauffassung losmachen konnte T), bei J. A. Nahl von 
Clanne in der Schweiz (T 1825 als Director an der Akademie zu 
Cassel), bei J. P. v. Langer aus Calcum (T 1824), dessen bedeutende 
zuletzt vorwiegend dem Studium Raphaels zugewandte T häitigkeit die 
beiden Akademien zu Düsseldorf und dann zu München, deren 
Director er war, bis zur Periode der Romantiker beherrschte, wie 
endlich bei Friedr. Ilfüller, dem sog. Maler- oder Teufelsmiiller- 
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a") Ad. Haakh, Beiträge aus Wi 
hichte, Stuttgart 1863, S. 1-31. 
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