Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531797
Meister aufzuweisen. Zunächst für die Historie Hernz. Steinfzertlz, 
geb. zu Hamburg 182-1 und zu Düsseldorf gebildet, der in seinen 
Zeichnungen zur Prometheia des Aeschylus den Genellfschen Weg 
mit Glück zu betreten begonnen hat. Seine wErziehung des Jupitem 
zeigt jedoch seine schöne Begabung hinsichtlich der Composition durch 
coloristische Bestrebungen zurückgedrängt. Ungleich grössere Popu- 
larität erwarb sich der hamburgische Genremeister F. Hcilbutlz, der 
jedoch den grössten Theil seines Lebens in Paris verbracht hat und 
deshalb wie der ihm heimatlich benachbarte Historienmaler Ch. E. 
R. H. Lelunann aus Kiel ebenso zu den französischen Künstlern 
gerechnet werden kann. Die Spezialität der kirchlichen Kreise Roms, 
der Cardinäle , Seminaristen, aber auch der Diener der ersteren 
gemahnt an den schon erwähnten Aquarellisten Passini, mit welchem 
Heilbuth auch sonst manche Aehnlichkeit zeigt. Als ein Meister der 
Landschaft muss Val. Rutlzs (vgl. S. G26) gelten, in NIorgen-, Abend-, 
Frühlings- oder Herbststimmung vortrefflich, und ebenso gewandt in 
Gebirgs-wvie Flachlandschaft, im Küsten- und Dorfbild. In gleicher 
Sicherheit bewegt sich A. Mosengel bald an den Niederungen und 
an der Mündung der Elbe, wie im Alpenland, während Fr. Häuten 
in der Marine sich auszeichnet. In Fr. Heimerdinger endlich besitzt 
Hamburg einen erprobten Künstler des 'I'hierbilds mit Ausschluss 
des Weideviehes, wobei Jagdstücke, Kätzchen, Vögel bis zum Sperling 
herab und nicht minder reine Stillleben mit gleicher Meisterschaft und 
meist mit reizendem Genre-Humor behandelt werden. 
Die übrigen Städte Deutschlands haben nur vereinzelte Künstler 
aufzuweisen. In den meisten fehlt es an Kunstschulen, und selbst 
an zwei Plätzen, welche sich einer solchen erfreuen, wie in Leipzig 
und Königsberg, verhindert die Anziehungskraft von Berlin wund 
Dresden eine lebhaftere Entwicklung des Kunstlebens. Doch besitzt 
Leipzig in dem Bildniss- und-Genremaler Leon Pohle einen tüchtigen 
Coloristen und darf auch den berühmten Aquarellisten Carl Werner, 
geb. 1808 zu Leipzig wieder den seinigen nennen. Die Architektur- 
landschaft findet auch in anderen Städten vereinzelte Vertretung, wie 
durch den sorgfältigen F. C. Jlatycr in Nürnberg, durch Alb. Srhzrenriy 
in Dessau, und F. Jentzen in Schwerin, wäihrend Hannover die 
Landschafter C. Erkcrnznnn , E. Kolmn und H. Vosbvry, und C3559] 
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