Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531766
emptindungsxroll durchgeführt, hervorzugehen. Neben diesen Genre- 
meistern aber mögen noch W. SONCIIOII,  Gcibcl, E. 2-. Freieslebeiz 
und R. v. Haber genannt werden. 
In der Landschaftsmalerei sind der treffliche Gebirgslandschafter 
Graf St. Kalkrezztlz (vgl. S. 510) durch langjährige Thätigkeit an 
der Weimarer Kunstschule. an deren Spitze er stand, wie der eben 
da und später (S. 626) erwähnte Al. ilIit-lielis, mehr maassgelnenrl 
geworden, als diess dem genialen Preller möglich geworden war. 
Dem letzteren folgte namentlich des Meisters Sohn, Lmlu-ig Preller. 
An den ersteren schlossen sich an C. Iflllllillßf und Th. Hagen, beide 
als Lehrer der Kunstschule thätig; mit mehr oder weniger Eigenart 
auch C. Bzecliliolz, Baron r. Gleichen-Russu'ur2n, J. Hermes und (7. 
r. Agßhlifflft, während Fr. Arndt der Stimmungslandschaft und H. 
Fezlrlersen einem anspruchlosen und frischen Realismus huldigt. 
In Frankfurt am Main, dessen Städefsche Stiftung dem 
Kunstunterricht so reiche Mittel darbietet, hatte die Historienmalerei 
seit Veit's Ausscheiden trotz Steinle's Bemühungen keinen frucht- 
baren Boden mehr gewinnen können. Steinle selbst fand sich in 
genreartige Darstellungen aus den Dichtern und näherte sich da- 
durch den schon gerülnnten Frankfurter Genremalern Jar. Becker 
und Mor. (Iqapmzlivinz. Llnter den neueren Vertretern des Genre 
aber ragt neben Ferd. Becker Alb. Heimische], geboren 1834 zu 
Frankfurt, besonders als Zeichner hervor, durch sein wSkizzenbuchc 
allbekannt, und einen L. Richter in Dresden, wenn auch nicht 
an Zartheit des Eingehens in's Kinderleben erreichend, so doch an 
Vielseitigkeit, schlagender Charakteristik und in der Formensprache 
überbietend. Auch L. Bade dürfte sein gemaltes Genre als Illustrator 
hinter sich lassen. Dagegen darf Curf Hoff nach seiner aRococo- 
whistpartiee, xHuhe auf der Fltlthtc, xEFSIQ KPIÜka u. s. w. als 
einer der brillantesten Coloristen gerühmt und zu den besten Genre- 
malern der Gegenwart gezählt werden. C. Engel und C. Th. Reifen- 
stein mögen noch genannt werden.  In der Landschaft hat Frank- 
furt Ursache, abgesehen von dem älteren sorgfältigen E. W. Pose, 
geb. 1812 zu Düsseldorf, auf (7. P. Burnite, geb. zu Frankfurt 1824, 
stolz zu sein, welcher seine aus der Umgebung der Mainstadt oder 
aus den bayerischen Vorbergen entnommenen Motive mit seltener 
Wahrheit und landschaftlicher Empfindung wiederzugeben weiss. 
Auch J. Chr. Herz-W, geb. 1818 zu Stuttgart, und der vorzugsweise
        

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