Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531750
Volkskalender, nachdem er durch sLutheFs Trauung mit Katharina 
von Boraa sich als einen bedeutenden Vertreter der belgischen Rich- 
tung bewahrt hatte, vor Wenigen Jahren Weimar verlassen, um 
nach Dresden überzusiedeln. Indess gelang es der Musenstadt in 
dem schon gerühmten Düsseldorfer A. Baur eine hoffentlich aus- 
dauerndere Kraft zu gewinnen, Welche den Glanz der jungen Kunst- 
schule", die seit zwei Jahrzehnten über eine so ansehnliche Reihe von 
Historienmalern zu gebieten hatte, behaupten wird.  
Im Bildniss ist die Gräfin von York, geborne Gräfin Kalkreuth, 
zu nennen, welche auch im Historienbilde religiösen Gegenstandes 
Erfreuliches im Sinne der Schule geleistet hat.  Auch im Gebiet 
des Genre hat Weimar eine ansehnliche Vertretung aufzuweisen. 
Obenan stand J. W. Cbrtles; geb. 1824 zu Lübeck, 1- 1869, ebenso 
der Landschaft wie dem Genre angehörig. Er hatte seine Studien 
zunächst als Landschafter bei Lessing und Gude in Düsseldorf ge- 
macht und sich der Darstellung der nordischen Natur zugewandt, 
wobei er die Staffage so sehr betonte, dass sich der Uebergang zum 
(äenre von selbst ergab. 1859 nach Weimar übergesiedelt, bildete 
er dort eine Art von nordischem Gegensatz gegen Preller, welchen 
er jedoch an coloristischer Bedeutung entschieden übertraf. Sein 
Hauptwerk, adie wilde Jagdat), wobei die mächtigen Gespenster in 
der Gestalt von Wolkengebilden einherjagen, zeigt die ihm eigene 
Gabe, Landschaft und figürliche Darstellung mit einander zu ver- 
schmelzen, in der augenfalligsten Weise. Eine ähnliche Verbindung 
von Landschaft und Genre strebt C. Rettich an, doch nicht mit 
gleicher Macht der Empfindung wie des Vortrags.  Günther und 
(f. G1css01(' bewegen sich mehr auf idyllischem Boden, wohl nicht 
olme Zusammenhang mit der Rambergschen Richtung, auf welche 
des ersteren wHochzeitzug in Thüringem und des letzteren sKirch- 
gängerina hinzuweisen scheint. C. Schlösser aus Darmstadt dagegen, 
welcher seine Schule bei Jac. Becker in Frankfurt gemacht, hatte 
dann seine weitere Ausbildung im Couturdschen Atelier gesucht, 
um jedoch nach seiner Rückkehr die Ueberzeugung zu gewinnen, 
dass der Tausch nicht von Vortheil sei. Wenigstens scheint diese Be- 
kehrung aus dem Vergleich seiner pariser Arbeiten mit seinen neuesten, 
wie das xReligionsgespl-äiche', sPiath in Nothe, letztere beggndgrs 
 
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