Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531671
Wie nüchtern und akademisch erscheint dagegen die Schule 
(f.  geb. 1817 in Wien! Hatte er sich auch derbelgischen 
Fahne angeschlossen, so konnte sich doch die von ihm erstrebte 
coloristische Technik nicht mit dem durch Rabl begründeten Monu- 
mentalstyl vergleichen. Unter den Nachfolgern des letzteren aber hat 
sich Canon oder nach seinem wirklichen Namen Hans r. Strascliiriylra, 
übrigens erst nach Garlsruhe und seit 1869 nach Stuttgart überge- 
siedelt, mehr von der 'I'radition des Meisters emancipirt, als diess 
den schon im vorigen Buche besprochenen umnittellaaren Schülern 
Bitterlich, Griepenkerl u. s. w. gelungen ist, freilich um dafür in 
idealen Arbeiten einem fast archaistischen Eklekticismtis bis zur Imi- 
tation der Venetianer und des Rubens zu verfallen t). Auch Friwl. 
Hrhilcheiz scheint seine Schule vorzugsweise vor Werken des Rubens 
gemacht zu haben; andere (lagegen wie der Rahlschüler E141]. Felix 
und  Bo-utibmzue bei modernen Franzosen, während J. Neugebuurr, 
Lmjl. illayer, Sig. Pollnlr, ferner 15.111 Luzifer und der Prager Schu- 
Imrt ihre Richtung nicht (leutlich ersehen lassen. In der That beruht 
der Ruhm der gegenivärtigen Wiener Historienmalerei auf den zwei 
Schlachtenmalern Sig. FAIIeMzrmd und W. Emclc, von welchen der 
erstere in des Vaters Fussstapfen tretend (lurch solide Durchführung, 
der letztere, als geborner Badenser jetzt. auch wieder nach (larlsruhcs 
übergesiedelt, durch grössere Lebendigkeit und bewegteres Linienspiel 
sich auszeichnet. Diese allein ausgenommen erscheint bei den ge- 
nannten Wienei" Künstlern die Historie nur gelegentliche Nebenbe- 
schäftigung neben der als Hauptsache betriebenen Portrittmalerei, 
zuweilen auch neben dem Genre.  
Denn wie in Berlin, so hat sich auch in Wien die Bildniss- 
malerei immer einer laevorzugten Stellung zu erfreuen gehabt. NVie 
dort der Zusammenfluss von politischen und literarischen Capaci- 
täten, so hatte sie in Wien der sehr personenreiche Hof, in neuester 
Zeit der Aufwand der (iründer-Emporkömmlinge begünstigt. Der 
"Uebergang zur neueren Behandlungsweise wurde schon von Fr. Schrot:- 
berg, geb. 1811 zu YVien, vermittelt. Doch WEIPGH es Vielmehr (Juunu, 
G. Gaul, ebenfalls ein Schüler RahPs, und besonders H. r. Anyeli, 
geb. zu Oedenburg 1840, welche dem Bildniss das volle moderne 
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