Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531635
Gemu 
lschaft. 
(551 
C. IGu-ger, .1. Keller, J. Jliuzs-r-Iz, C. Otto, G. Puppcritz, G. v. .801]. 
hohl, A. bpriny, L. Vollmer, J. Wattei' u. a. m. 
Einer gleich umfänglichen Pflege erfreute sich die Münchener 
Landschaftsmalerei, welche hauptsächlich unter dem Einflüsse 
der beiden schon geschilderten Meister Ed. Srhleich und J. Lauge 
stand. Meister vom Range dieser oder eines A. Achenbach hat 
zwar die Neuzeit in München kaum aufzuweisen, aber dennoch ganz 
bedeutende Namen zu verzeichnen. Die ideale und monumentale 
Tendenz der vorausgegangenen Periode tritt freilich zurück und 
vermag sich nur mehr in entschieden coloristischer Haltung nach 
dem Vorgang der letzten Arbeiten des Düsseldorfer Schirmer zu 
behaupten, wie G. Closs (T 1870) und F. Knall) gezeigt haben. 
Diesem Verhältnisse entsprechend ist auch in bemerkenswerthem 
(ilegensatz zu Berlin Italien nur mehr von älteren und schon genannten 
Künstlern, deren Schule in eine frühere Periode zurückfällt oder wie 
z. B. von G. Kübel nur gelegentlich herangezogen. Von den übrigen 
Gebieten zählt auch die Marine, der Münchener Kunst für Studien 
schon örtlich zu ferne liegend, nur wenige Vertreter, unter denen 
W. Aylrenrler, der als einer der Nacheiferer Morgensterns von der 
Darstellung der bayerischen Seen aus zur Marine gelangte, und 
Bar.  v. Tieseizlzcazzsezz, welcher als geborner Ostseeländer selbst in 
Lier's Schule wie C. Bolonaclzi in der Pilotyls, zum Seemaler heran- 
wuchs, herxiorragen, während Bar. O. 1:. JIa-lcluts , W. Pcro und 
J. Wagner-Defizras hier nur genannt werden können. Die über- 
wiegende Mehrzahl der Münchener Landschafter theilen sich in zwei 
(lruppen, Baum- und Flachlandschaft mit vorwiegender Stimmungs- 
tendenz einerseits und Gebirgslandschatt anderseits. In der ersteren, 
die zu Naturstiudien besonders der Lüfte in der Hochebene Münchens, 
an den bayerischen Seen und in den Vorbergen die nächste Gelegen- 
heit findet, steht wohl Ad. Läer, der Meister der staubigen wie 
im Landregen verschlammten Landstrasse und des umgebrochenen 
(Xckerlandes, obenan. Mehr die Baumlandschaft cultiviren D. Lauglro, 
(j_ Ebert, L_ (jm-g-gygio, J. Wopfner, J. Weizgleiu, E. Ilellratle in 
hoher, wie es scheint, besonders um Polling, Bernried und Chiemsee 
genährter Meisterschaft, welchen sich A. Iilroloff, E. Gleim, C. Hefney, 
Ph. Bötlz, B. Schleich, C. Weber und die Damen J. Baut-l..- und 
.T. Blau u. A. anschliessen. Steht diese ganze .Richtung bgwuggt 
oder tmbewtisst unter dem Einflüsse Schleichs, so spalten sich die
        

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