Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531496
werk. Die Hauptügui" ist übrigens wahr und charakteristisch, wenn 
auch vielleicht allzusehr eingebauscht in die serischen Gewänder. 
Weit empfindlicher erscheint die Gewänderrealitat im bTOd Cäsarsw), 
welcher indess durch sorgülltige Charakterisirung der Köpfe, soweit 
es möglich war nach Büsten, wie durch eine im Ganzen wohlge- 
lungene Composition sich auszeichnet. Im Uehrigen war es für 
dieses treffliche Werk von Vortheil, dass mit Ausnahme des Pavi- 
ments wenig Gelegenheit zur Darlegung von Beiwerksvirtuosität ge- 
boten war. 
Mittlerweile suchte oder erhielt der Künstler seine historischen 
Stoffe aus verschiedenen sehr von einander entlegenen Perioden._ 
Das treffliche 1861 entstandene Bild wWallensteins Einzug in Egeuäg; 
ist nach Petersburg gelangt. Weniger konnten drei andere Werke 
jener Zeit laefriedigcn: vGalilei im Kerkera M), an Welchem Bilde die 
Wirkung eines Sonnenstrahls auf Ziegelboden und Stroh zwar zur 
Sache gehört und darum statthaft sein mag, während der drahtge- 
bundene Wasserkrug den denkenden Beschauer geradezu verletzt; 
sGottfried von Bouillon nach der Einnahme Jerusalems zum h. Grabe 
wallfahrendc ttt), welches Bild dem Künstler selbst als misslungen 
erschien, wie es auch die deutlichsten Spuren von hastiger Bestell- 
production an sich trägt, und xCOlIJHIbIJSK T), an Welchem ent- 
schieden das Beiwcrk und der Versuch nächtlichen Colorits die Be- 
deutung der Hauptfigur selbst überwiegt. Die drei nach den Ent- 
Würfen sehr gediegenen und stylvollen Gemälde an der Fronte des 
Maximilianeums aber sind leider so angebracht, dass sie nur aus den 
im Atelier des Meisters befindlichen Entwürfen beurtheilt werden 
können. 
Nach Vollendung dieser grösseren Werke kehrte der Künstler 
Wieder zu Darstellungen aus dem Reformationsgebiete zurück, zu 
Welchen sein erstes Historienbild den Anstoss gegeben hatte, und 
welche ihm (Wohl aus Costümgründen) besonders zusagend Waren, 
jedoch ohne in diesen wieder bis zu lebensgrossen Figuren zu gehen. 
Die vAebliSSln von Frauenchienasee einer Rotte von Plünderern be- 
In den Bäsitz der Verbindung für historische Kunst 
Im II"allraf-Richartz'schen Museum zu Cöln. 
Im hlaximilianeuln zu Blümchen.  
In der Baron SchackEchen Gallerie zu München. 
gelangt
        

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