Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-531225
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Buch. 
Der 
belgische 
Kunstaufschwvung. 
gewichte, wie auch, aus dem gleichen Grunde der reichen künstleri- 
schen wie natürlichen Vorbilder, in der Architektur- und Prospekt- 
malerei, worin F. Bossuet, J. B. van Moor, L. Haghe, J. v. Lappen 
u. A. Treffliches leisten. 
Im Ganzen nimmt Belgien in der modernen Kunst eine Stellung 
ein, welche seine politische Grösse und Rolle bei Weitem übertrifft. 
Das Land besitzt ausser den zwei wohlbesetzten und stark besuchten 
Akademien zu Antwerpen und Brüssel noch zelm tüchtige Kunst- 
schulen, aus welchen mehr Künstler hervorgehen, als halb Deutsch- 
land zu liefern im Stande ist. Und nicht blos als quantitativ ist 
diese Ueberlegenheit zu bezeichnen. Die ausserordentliche coloristische 
Anlage der Niederlande, die sich nun mit diesem Jahrhundert zum 
dritteninale epochemachend geäussert hat, hat der belgischen Malerei 
eine Führerrolle zugetheilt, welche selbst der französischen den Rang 
streitig macht und für die neueste deutsche wie durch diese für die nord- 
östlich-europäische Kunst tonangebend geworden ist. Darum musste 
ihre Entwicklung neben der französischen hier Eingangs des vierten 
Buches besonders in's Auge gefasst werden, denn während die 
deutsche Malerei von den zwanziger bis zum Ende der vierziger Jahre 
ihre selbständige Entwicklung aufzuweisen hatte, steht sie von da an 
wie die gesammte Kunst Europa's in wenigstens technischer Ab- 
hängigkeit von dem Vorgange der beiden genannten Länder.
        

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