Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-530850
Erstes 
Capitel. 
Vorgang 
der 
Tanzösischen 
Male 
schon in dem Auftreten deriPiomantik in der französischen, 
Malerei lag ein entschieden realistischer Zug. YVährend die deutsche 
Romantik in historischer Auffassung den Blick zurückwandte und mit 
Ausnahme der Landschaftsmalerei hinsichtlich des Gegenstandes wie 
der Darstellungsweise vorzugsweise die Vorcinqtiecentisten Italiens 
und höchstens noch (las deutsche Cinquecento zu Rathe zog, hatte 
Frankreich in ungleich lcbensvollerer Richtung den Ausdruck seiner 
Empfindung mehr in der unmittelbaren Gegenwart als im Mittelalter 
gesucht und darum auch im Gegensatze zu der classicistischen Periode 
die reale Erscheinung entschieden angestrebt. Selbst bei einem 
Flandrin ist das Naturstudium nicht zu verkennen, noch weniger bei 
dem übrigens halb auf classicistischem Boden stehenden IngreS, am 
Wenigsten bei Ary Scheiier, dessen Stoffwelt sonst am meisten Ver- 
wandtschaft mit jener der deutschen Romantiker darbietet. Den 
unbedingtesten Bruch mit der künstlerischen Tradition aber stellen 
die Vertreter der modernen Profanromantik, Th. Gericault und 
E. Delacroix dar, welcher beider übrigens ebenso, wie der drei oben- 
genannten Meister bereits im zweiten Buche (S. 286 fg.) gedacht 
werden musste. An die Stelle der idealen Schönheit war der Aus- 
druck leidenschaftlicher Erregtheit des gewöhnlichen Individuums, 
Geschichte 
Meyer, 
Jul. 
der 
modernen 
Malerei. 
fran zösischen 
Lpz. 
1867.
        

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