Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-530805
durch seine "fheilnahme an den politischen Stürmen der Jahre 1848 
und 49 ein Ziel setzte, während der letztere in_ der gothischen Paul- 
kirche eine achtenswverthe Probe seiner Begabung ablegte; ferner 
Meuron und Stamcmn, die Erbauer des Thaliatheaters in Hamburg, 
Hewmaun in Dresden durch das sog. römische Haus in Leipzig zu 
Ruf gelangt, und L. Bohnstedt in Gotha, welcher jedoch in dieser 
Epoche vergeblich in Concurrenzen arbeitete, bis er endlich neuestens 
in dem erstprämiirten Entwürfe für das Berliner Parlamentsgelaäiude 
aus der Dunkelheit hervortrat. 
Ein Meister ersten Ranges aber möge den Beschluss machen. 
bekannt und gefeiert in aller Welt, aber nun der vierten Heimat 
angehörend und deshalb keiner ausschliessend zuzutheilen: Gotif. 
Skmper, geb. zu Altona 1803. Er hatte in Berlin, in Italien und 
Griechenland seine Studien gemacht und war 1834 nach längerem 
Verweilen in München an J. Thürmer's Stelle nach Dresden berufen 
worden. Ein vierzehnjähriger Aufenthalt daselbst reifte zwei der 
besten Früchte moderner Architektur, das berühmte 'l'heater, 1838 
begonnen, leider vor einigen Jahren ein Raub der Flammen ge- 
worden, jedoch um durch dieselbe Hand schöner und znreckmässigtßr 
neuzuerstehen, und das prächtige Neue Museum, laegonnen 1840, 
jedoch erst nach seiner Entfernung, Welche des Künstlers politische- 
Stellung in den Revolutionsjahren veranlasst hatte, vollendet. Von 
London aus nach Zürich berufen, hinterliess er auch in der Schweiz 
seine Löwenspuren in dem classischen Stadthaus zu Winterthur, 
das nur leider als seinem Zweck nicht ganz entsprechend manche 
Anfeindungen erfuhr; in dem imposanten Polytechnikurn und in 
anderen akademischen Anlagen in Zürich, wie auch in dem Züricher 
Bahnhofgebäude, vielleicht dem schönsten der Welt, zu welchem er 
jedoch nur die Skizzen lieferte. Der Entwurf zu einem Festtheater 
für München, welchen König Ludwig II. 1866 bestellt "hatte und 
der den Kennern vorzüglich erschien, konnte nicht zur Ausführung; 
gelangen. Zugleich entfaltete der Künstler eine epochemachende 
schriftstellerische Ihtitigkeitt), Welche ihn auch in der Reihe der 
Fachgelehrten auf ähnliche Höhe stellt, wie in der als Künstler. Die 
Ausführung der grossen Bauten, zu welchen er in den letzten Jahren 
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