Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-530526
Weyr, Irlellmcr, Tilgncr, Costenoble, Rippel, Becker, Schanirlyrecber, 
Lalmcr, Düll, Pertsclzer, Gastell, Erler u. s. w. hat sich keiner einen 
weiterreichenden Ruf erworben, wenn auch A. Wagner in sei-nein 
Gänsemadchen auf der sog. Brandstätte einen glücklichen Griff ge- 
than und Vinc. Pilz, geb. zu Wernsdorf in Böhmen 1619, zu monu- 
mentaler Thätigkeit reichlichere Ctelegenheit gefunden hat als irgend 
einer seiner Zeitgenossen. C. Kenzdnzanaz, geb. 1838 zu Wien, hat 
aber seine Ausbildung erst im Atelier HähnePs vollendet und der 
begabteste Wiener Bildhauer, H. Gasser, Welcher jedoch als selbst- 
ständiger Realist im letzten Abschnitte zu laehandeln sein wird, 
vorzugsweise in München, wenn auch ohne wesentlichen Einfluss 
Schwanthalefs, seine Studien gemacht. In Prag wirkten die Brüder 
Jos. und Emanuel Max, geb. 1807 und 1811 zu Bürgstein in Böh- 
men, mit Glück im Ehrendenkmal f) wie in christlicher Kunst. 
Von den Bildhauern des übrigen Deutschland gingen nur wenige 
besondere Wege. Nicht ohne Selbstständigkeit, und zwar in über- 
wiegend realistischer Richtung, war Ed. Schmidt von der Launite, 
1797 zu Grobin in Kurland geb., if 1871 zu Frankfurt a. M. Zur 
diplomatischen Laufbahn bestimmt, hatte er an der Universität zu 
Göttingen im Studium der Anatomie und im Verkehr mit Fiorillo 
erkannt, dass er von Natur zum Künstler angelegt sei, und so- 
fort bei Thorwaldsen in Rom seine Laufbahn begonnen. Widrige 
Erfahrungen mit seinen ersten russischen Auftraggebern und höchst 
wechselvolle Schicksale bestimmten ihn, sich endlich in Frankfurt 
niederzulassen, wo er mit seinem Guillot-Denkmal in der Promenade 
einen glücklichen Anfang nahm, aber zunächst mehr durch V or- 
lesungen über Anatomie und Kunstgeschichte, wie als praktischer 
Künstler wirkte. 1840 aber machte seine statuarische Bestdekoration 
beim Frankfurter Guttenberg-Jubiläum so lebhaften Eindruck, dass 
die monumentale Ausführung derselben beschlossen ward, woraus 
 freilich erst in langem Zeitraum")  Frankfurts bedeutendstes 
plastisches Denkmal, das figurenreiche Monument Guttenbergs auf 
dem Rossmarkt entstand. Der "fhorwaldsen-Schüler hatte hier zur 
gothisirenden Disposition gegriffen und seine Gestalten im Zeitcostüm 
W) Brunnendenklnal 
dnselbst. 
"ü 1857 vollendßt. 
Kaisers 
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Radetzkymonument
        

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