Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-530229
510 
III. 
Buch. 
CRP- 
Landschaft, 
Archi 
Lekturlaild 
und 
Stillleben. 
Weg gefunden, und der überaus productive und doch sich vor ma- 
nieristischer Behandlung bewahrende Meister erfreut seitdem die 
Kunstfreunde mit einer Auslese von Gebirgsansichten, die sich in 
trefflicher Gesammtstimmuilg immer über die Vedute erheben. Auch 
seine vermittelnde Richtung gehört wie die Schleiclfs ebenso der 
Gegenwart wie der Periode Rottmann's an, und stellt sich sogar 
mehr auf die Seite der modernen Tendenz. 
Den Alpenlandschaftern verwandt sind einige Vertreter der 
norwegischen Gcbirgs-, Fjord- und Skärenlandschaft, welche sich 
entweder Lnnnittellaar von ihrer Heimat oder erst von Dresden, ihrem 
ursprünglichen Asyl (vgl. S. 274), aus nach München, Düsseldorf 
und Berlin verbreiteten. So Kn. Baade, geb. 1800 zu Skiold in 
Norwegen, ein Schüler Dahl's und seit 1842 nach München über- 
gesiedelt, welcher nicht ohne Einseitigkeit die Klippen und Bran- 
dungen seiner heimischen Küsten meist in Mondbeleuchtung dEIFZLI- 
stellen liebte. Universeller war H. Gude, geb. zu Christiania 1825 
und in Düsseldorf eng mit "Fidemand verbunden, seit seiner Ueber- 
siedlung nach Carlsruhe als Professor der dortigen Kunstschule auch 
in deutscher Gebirgs-, See- und Baumlandschaft bewährt. Neben 
Gude sind, als unter dem Einflüsse früherer Arbeiten A. Achenbaclrs 
stehend, A. W Leu aus Königsberg, geb. 1819 und A. Becker aus 
Darmstadt, geb. 1822, zu nennen. Minder bedeutend war der Schlesier 
G. Böndsch, der schon 1834 mit norwegischen Landschaften in Berlin 
Aufsehen gemacht hatte, sich aber nicht gleich geblieben War, wie 
denn auch viele andere Landschafter sich gelegentlich in dem beson- 
ders für Intimisten sehr verlockenden Gebiet der nordischen Küsten- 
landschaft versucht haben. 
Als Gebirgslandschafter mit überwiegend den Alpen entnommenen 
Motiven sind unter den Düsseldorfern sonst hervorzuheben: B. v. Nor- 
mamz aus Stettin, geb. 1806, F. Hengsback aus Werl, geb. 1814, 
J. W Lindlar, geb. 1816 zu Gladbach, F. de Leuw aus Gräfrath, 
geb. 1817, und besonders Graf St. Kalkreutlz, geb. zu Kozmin in 
Posen 1821, welcher ausser den Alpen auch die Pyrenäen und 
den Apennin ausgebeutet hatg). Subjectiver und stimmungsvoller 
erfassten ihre Gegenstände Ed. Laslinsllty, geb. zu Simmern 1809, 
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 Eine Serie 
gerie bei Potsdam. 
Landschaften 
25 
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